Theater

Bernarda Albas Haus


García Lorcas Frauentragödie in spanischen Dörfern wurde im Juni 1936 fertiggestellt und gilt als sein bestes Werk. Es ist die zeitlose Tragödie des ungelebten Lebens, das unter dem Zwang unmenschlicher Konventionen allmählich erstickt. Eleonore Bürcher und Julia Gschnitzer liefern sich dabei als Bernarda und La Poncia hitzige Wortgefechte.

Andalusien. Die seit kurzem verwitwete Bernarda Alba hat in ihrem Haus acht Jahre Trauer befohlen. Unter ihrem tyrannischen Regime leiden ihre fünf eingesperrten Töchter im Alter von 20 bis 40 Jahren. Alle sind noch ledig, da Bernarda sie nicht unter Stand verheiraten will. Nur Angustias, der Ältesten, ist es erlaubt, eine Beziehung zu einem Mann aufzunehmen, Pepe el Romano. Doch auf diesen hat auch die jüngste Tochter Adela ein Auge geworfen. Mit dem Recht ihres jugendlichen Alters will sie die Ältere verdrängen und trifft sich heimlich mit Pepe. La Poncia, die alte Magd, erfährt davon und weist Bernarda auf den drohenden Konflikt hin – auch, weil sie die einzige im Haus ist, die der resoluten Hausherrin die Stirn bieten kann. Doch diese will das kommende Unglück nicht wahrhaben. So herrscht in Bernardas Haus kurz vor der Hochzeit zwischen Angustias und Pepe trügerische Ruhe. Als sich jedoch Adela ein weiteres Mal zum nächtlichen Stelldichein mit dem Verlobten ihrer Schwester hinausschleicht und dabei ertappt wird, nimmt das Unheil seinen Lauf.

Regie Johannes Reitmeier

Bühne Helfried Lauckner

Kostüme Anke Drewes

Musik Kenneth Winkler


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