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Literatur

Benjamin Murmelstein - Theresienstadt Eichmanns Vorzeige-Ghetto


Das KZ Theresienstadt war Durchgangslager für über 140 000 Gefangene. Benjamin Murmelstein rettete als einzig überlebender Judenältester des Konzentrationslagers vielen Tausend Menschen das Leben. Seine detaillierte, der Wahrheit verpflichtete Schilderung dieser Zeit ist ein unersetzliches Zeitzeugnis und liegt nun erstmals in deutscher Übersetzung vor.
Nach Stationen in der jüdischen Wiener Auswanderungsabteilung und Mitglied des Judenrates kam der Rabbiner Benjamin Murmelstein Anfang 1943 in das von der NS-Propaganda als Juden- bzw. Altersghetto beschönigte KZ. 


Sein Buch über Theresienstadt, das 1961 in seiner späteren Heimat Italien erschien, ist auch eine Verteidigung seiner Person. Wiederholt wurde ihm nach Kriegsende der Vorwurf der Kollaboration gemacht – von dem er allerdings bereits in den 50er-Jahren freigesprochen wurde. 


Dennoch durfte er beim Eichmann-Prozess 1961 nicht aussagen, er wurde vonseiten Israels mehrfach angegriffen und der Großrabbiner von Rom verweigerte ihm nach seinem Tod das Totengebet. Zu Recht bezeichnete er sich als „Der letzte der Ungerechten“ – einen Titel, den Dokumentarfilmer und „Shoah“-Regisseur Claude Lanzmann auch für seinen 2013 außer Konkurrenz in Cannes über Murmelstein gezeigten Film wählte.
Benjamin Murmelstein, 1905 (Lemberg) – 1989 (Rom), österreichischer Rabbiner. Studium der Philosophie und Semitischen Sprachen an der Universität Wien und rabbinische Ausbildung an der Israelisch-Thologischen Lehranstalt, 1927 Promotion. Bis 1938 in der Israelitischen Kultusgemeinde Wien tätig, anschließend in der Auswanderungsabteilung der „Jüdischen Gemeinde Wien“, dann Mitglied des Judenrats in Wien, ab 1943 im KZ Theresienstadt, von September 1944 bis Mai 1945 letzter Judenältester. Lebte ab 1947 in Rom.


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