Klassik

Beethovens Fünfte


WOLFGANG AMADÉ MOZART Symphonie Nr. 35 D-Dur, KV 385 ‚Haffner‘
JOSEPH HAYDN Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 C-Dur, Hob. VIIb:1
LUDWIG VAN BEETHOVEN Symphonie Nr. 5 c-moll, op. 67

Wiener Symphoniker
Nicolas Altstaedt Violoncello
Ádám Fischer Dirigent
Werkeinführung von Oliver Binder:

18.45 Uhr, Fördererlounge, Großes Festspielhaus

The Sound of Earth. Im Jahr 1977 wird eine vergoldete Schallplatte, die mindestens 500 Millionen Jahre haltbar sein soll, als Nachweis der größten Errungenschaften der Menschheit in das Weltall geschossen. Seither kreist Beethovens fünfte Symphonie im Universum. Tatsächlich zählt das oft als Schicksalssymphonie bezeichnete Werk zu den herausragendsten und gleichzeitig auch populärsten Kompositionen, die je geschrieben wurden. Die eigentlich simplen und doch so dramatischen Eröffnungsakkorde des ersten Satzes sind das tönende Symbol für klassische Musik schlechthin.

Das diesjährige Gastspiel der Wiener Symphoniker steht ganz im Zeichen der Wiener Klassik. Waren Paris im Bereich der Oper und London beim öffentlichen Konzert in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zunächst noch die tonangebenden Musikstädte Europas, so erlangte Wien vor allem mit der Glorifizierung Mozarts nach dessen Tod und dem Zuzug Beethovens eine europäische Vormachtstellung. Wie auch Beethoven, komponierte Mozart seine Haffner-Symphonie in der österreichischen Hauptstadt. Neben der von Publikum und Presse gefeierten Gesamteinspielung der Symphonien Mozarts blieben insbesondere seine Mozart-Interpretationen mit dem Mozarteumorchester bei den Salzburger Festspiele in Erinnerung. Dort betreute er zuletzt auch Mozarts ‘Le Nozze di Figaro’ am Pult der Wiener Philharmoniker. Fischer ist außerdem künstlerischer Leiter der Ungarischen Staatsoper, war Mitbegründer der Haydn Festspiele sowie der Österreichisch-Ungarischen Haydn-Philharmonie.

Diese Position übertrug er kürzlich dem Cellisten Nicolas Altstaedt, der bereits 2010 mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Gustavo Dudamel debütierte und sich dem Salzburger Publikum nun mit dem berühmten C-Dur Cellokonzert von Joseph Haydn vorstellt. Darüber hinaus ist Altstaedt Leiter des von Gideon Kremer gegründeten Festivals Lockenhaus. Das Ringen um künstlerische Wahrheit, das Kremer in die DNA des Festivals implementiert hat, treibt auch Altstaedt an. Dieser Geist von Lockenhaus wird wohl auch beim Gastspiel in Salzburg spürbar.


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