Theater

Becoming an Image


Die Verwendung des Körpers als soziale Plastik brachte der Performance-Ikone Cassils mit ihren an physische wie psychische Grenzen gehenden Arbeiten internationale Anerkennung. Die Huffington Post zählte Cassils zu den Top10 Transgender-Künstler*innen, die die zeitgenössische Kunstlandschaft wesentlich beeinflussen. Die als visuelle Kritik an Ideologien zu verstehenden Performances machen Cassils Körper, der sich durch Krafttraining permanent modifiziert, zum Protagonisten, an dem die Spuren der Geschichte(n) von Gewalt, Repräsentation, Kampf und Überleben sichtbar werden.

Becoming an Image entführt in eine Welt absoluter Dunkelheit an der Schnittstelle von Performance, Fotografie und Skulptur. Während etwa zwanzig Minuten attackiert Cassils unter vollem Körpereinsatz einen 1000 Kilo schweren Lehm-Block und lässt das Publikum dabei Zeug*innen eines Aktes von Gewalt werden, der für kurze Augenblicke von den Blitzlichtern eines Fotografen erleuchtet wird. Der Blitz brennt das Bild in die Retina und es entsteht eine Serie von Live-Fotografien, die die sinnlosen Gewaltakte gegen transsexuelle und queere Körper wie durch das Objektiv der Geschichte betrachten lässt.


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