Theater

Beautiful Thing


»Beautiful Thing« ist eine Komödie, wie vielleicht nur die Engländer sie schreiben können. Ein Stück, das den Drahtseilakt zwischen Ernsthaftigkeit des Stoffes und pointiertem Humor mit Leichtigkeit bewältigt.

Was tun, wenn die eigenen Gefühle so ganz anders sind, als die Umwelt es erwartet? Jamie ist 16 und lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter Sandra in einem schäbigen Sozialwohnungsbunker. Nächste Tür links wohnt der gleichaltrige Steven, der von allen nur Ste genannt und von seinem alkoholabhängigen Vater regelmäßig verprügelt wird. Nächste Tür rechts wohnt Leah, die, nachdem sie von der Schule geflogen ist, ihre Zeit damit verbringt, von einer Karriere als Popstar zu träumen.

Als Ste wieder einmal schwere Prügel bezogen hat, bietet Jamies Mutter ihm an, bei ihnen zu übernachten. Immer öfter flüchtet Ste jetzt vor seinem Vater in die Nachbarwohnung zu Sandra und Jamie. Die beiden Jungen verbringen viel Zeit miteinander, und Jamie wird bald bewusst, dass er in seinen Freund verliebt ist. Ob Ste für ihn auch mehr empfindet als Freundschaft?

In einer Vorstadtwelt, die »Schwul-Sein« immer noch gleichsetzt mit Schwäche und Abartigkeit, ist es schwierig sich zu seinen Gefühlen zu bekennen. Auch Jamie und Steven sind etlichen Anfeindungen ausgesetzt. Dass Liebe etwas Schönes, »a beautiful thing« ist, davon erzählt diese Geschichte, ohne dass die Schwierigkeiten, die Jugendliche auch heute noch vorfinden, beschönigt werden.
»Beautiful Thing« ist eine Komödie, wie vielleicht nur die Engländer sie schreiben können. Ein Stück, das den Drahtseilakt zwischen Ernsthaftigkeit des Stoffes und pointiertem Humor mit Leichtigkeit bewältigt. Zwerchfellerschütternde Situationskomik wechselt sich ab mit atemlos spannenden und stillen Momenten.
Die Stücke von Jonathan Harvey, einem ehemaligen Lehrer, sind vielfach preisgekrönt. Er verfasst ebenso erfolgreich Drehbücher für das Fernsehen. Zudem schrieb er das Buch zum Pet Shop Boys-Musical »Closer to heaven«.

Von Jonathan Harvey
Deutsch von Peter Torberg
Regie: Werner Sobotka

Aufführungsrechte: Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin


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