Alte Musik · Klassik

Bauernkantate


Georg Philipp Telemann: Ouvertüre zum zweiten Teil der Tafelmusik, TWV 55:D1
Johann Sebastian Bach: Osterkantate
„Der Friede sei mit dir“, BWV 158
Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“,
BWV 51
„Mer hahn en neue Oberkeet“, Cantate en burlesque, BWV 212 (Bauernkantate)
Miriam Feuersinger, Sopran
Matthias Helm, Bariton

Il Concerto Viennese
Leitung: Rudolf Leopold, Violoncello

Einem Bach musste man nicht erklären, was Landwirtschaft bedeutet: Vom Fenster seiner Komponierstube hatte der Thomaskantor einen weiten Blick hinaus aufs Land. Er wusste, wie hart der Bauer arbeiten musste, um das Brot für seine Familie und die Abgaben für den Grundherrn zu erwirtschaften. Und er kannte die „Bauernschläue“ der Sachsen, die in den Dörfern rund um Leipzig alles taten, um bei Soldatenwerbungen und Steuererhöhungen ungeschoren davonzukommen. Davon handelt auch seine „Bauernkantate“. Rudolf Leopold lässt im Osterprogramm seine beiden Helden erst geistlich vom auferstandenen Herrn singen, bevor sie sich schließlich den weltlichen Sorgen des Landmanns zuwenden.

Nach der viel umjubelten Aufführung von Bachs Markus-Passion im Rahmen von PSALM 2013 widmet sich das österreichische Barockensemble Il Concerto Viennese nun dem Kantatenwerk des Thomaskantors. Traditionell versammelt Rudolf Leopold, selbst seit Jahrzehnten regelmäßig Solocellist in Nikolaus Harnoncourts Concentus Musicus Wien, Spitzenmusiker um sich, die alle auf eine reiche Erfahrung mit Alter Musik zurückblicken können. Mit Miriam Feuersinger und Matthias Helm bringt das Ensemble auch wieder zwei arrivierte Bachinterpreten mit nach Graz.


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