Jazz

Battle Pieces


Nate Wooley: trumpet + Matt Moran: vibraphone + Sylvie Courvoisier: piano + Ingrid Laubrock: tenor saxophone

Nate Wooley ist Vertreter einer neuen Generation von Musikern, die sich problem- und nahtlos zwischen traditionellem Jazz, freier Improvisation, Noise, Klassik … bis hin zu Neuer Musik bewegen, aus dem Freddie Hubbard Book ebenso wie aus dem von Bill Dixon spielen. Zu aktuellen Aufnahmen zählen Einspielungen mit Ken Vandermark, East By Northwest (Audiographic Records/2014), Dave Rempis/Pascal Niggenkemper/Chris Corsano From Wolves To Whales (Aerophonic Recods, 2014) und World Of Objects (5049 Records, 2014) mit Evan Parker und Jeremiah Cymerman. Auch mit seinem neuesten Projekt Battle Pieces (2015 als CD bei Relative Pitch erschienen) lässt der in New York lebende Trompeter und Komponist erneut aufhorchen. Dem Projekt liegen Stücke zugrunde, die mit linguistischen, aleatorischen und tape-prozessierten Konzepten arbeiten, sich ständig verändernde Kompositionen generieren und dabei den Improvisatoren als Ankerpunkt für Musik zwischen Komplexität, Dichte, Hochgeschwindigkeit, aber auch Stille und daraus resultierender Intensität dienen. Jedem Mitglied des hochkarätig besetzten Quartetts kommt dabei immer wieder die Rolle des solistisch mit improvisatorischem Vokabular inmitten notierten Triomaterials Agierenden zu. Eine Konzeption, die gemeinsames (Re-)Agieren, Sensitivität, Offenheit, Kreativität wie auch Virtuosität erfordert, Spannung und Gegenwärtigkeit forciert. Qualitäten, die Wooley in seinen Mitmusikern nachgerade im Übermaß vorfindet: In Ingrid Laubrock fand, so die Jury des SWR-Jazzpreises 2009, der deutsche Jazz „eine seiner kreativsten und eigenwilligsten Künstlerinnen“, inzwischen ist sie mit zahlreichen eigenen Projekten wie Anti-House oder Sleepthief international gefragt, Wooleys long time collaborator Matt Moran vermag wiederum seinem Instrument frappierenderweise selbst mikrotonale Klanglichkeit zu entlocken und wurde als Spieler auch treffend mit einem speed-chess master verglichen, und mit Sylvie Courvoisier ist eine der großen Pianistinnen der Gegenwart Mitstreiterin in Wooleys Battle Pieces.


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