Kunstausstellung

Bartosz Kokosiński - Dysfunctional Matter


Knoll Galerie Wien zeigt ab 21.01.2016 neue Werke des jungen, polnischen Künstlers Bartosz Kokosiński. Bartosz Kokosiński (*1984) lebt und arbeitet in Warschau, und zählt zu den aufstrebendsten Künstlern seiner Generation. Die Ausstellung Dysfunctional Matter ist die zweite Einzelausstellung in der Galerie, in welcher auch sein erster Katalog vorgestellt wird.

Kokosińskis Werke oszillieren an der Schnittstelle zwischen Malerei und Objekt. Besonders seine Serie „ aintings devouring Reality" die im Mittelpunkt seiner letzten Einzelausstellung in unserer Galerie stand, verkörpert diese Hybridität: verschiedenste Alltagsgegenstände, oft thematisch zusammengesetzt, die von der Leinwand verschlungen, oder auch verhüllt und beschützt werden.

In seinen neuen Arbeiten fokussiert Kokosiński stärker auf die Parameter der Malerei - Leinwand, Rahmen, Farbe, Volumen, Komposition und vor allem Oberfläche. Er sammelt, untersucht, kombiniert und komponiert die einzelnen Elemente zu einem Werk, welches wie eine missratene oder fehlerhafte Leinwand wirken kann. Gerade durch diese bewusste Verknüpfung für sich dysfunktionaler Fragmente entsteht eine neue ästhetische Einheit. Die Materialität, teils als konstruierender Part in den Vordergrund gerückt, teils durch Farbe oder Lack wie durch einen Schleier verhüllt, nimmt eine zentrale Rolle ein. Verwendete Gegenstände und angewandte Arbeitstechniken werden als Motiv in die Abstraktion überführt. Die Materialien und Bruchstücke aus denen sich die Arbeiten zusammensetzen, sammelt Kokosiński während seiner Streifzüge durch Warschau und anderen polnischen Städten. Es sind übriggelassene, weggeworfene oder missachtete Gegenstände der Gesellschaft, die Kokosińskis Interesse wecken. Sie sind ein Abbild seiner Umgebung, die sich oft durch viele Gegensätzlichkeiten, Brüche, Kitsch, Chaos, und einer gewissen zerrütteten Schönheit auszeichnet, so der Künstler. Solche Prozesse - wahrnehmen, umherstreifen, einsammeln, reflektieren, kombinieren, verfremden und fertigen - finden sich in seinen Werken wieder. Bartosz Kokosiński ntegriert bewusst eine gewisse Dysfunktionalität in ästhetisch abstrakte Einheiten und entwickelt so eine charakteristische Bildsprache, die nur durch Brüche, Fragmenthaftigkeit, Negation und scheinbare Unvollständigkeiten existieren kann.


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