Alte Musik · Oper · Klassik

Baroque rivalries (Der Divenkrieg)


Sich streitende „Primadonnen“ gibt es heute nur mehr in den Soap-Operas privater Fernsehanstalten, die quotenbringend um den Preis der Dschungel-Queen buhlen. Ältere Opernbesucher können sich hingegen noch gut daran erinnern, wie sich die beiden Primadonnen Maria Callas und Renata Tebaldi zu ihrer Glanzzeit medienwirksam so manche Unfeinheiten ausgerichtet haben.

Konzertante Auszüge in italienischer Sprache

Die wohl berühmtesten rivalisierenden Primadonnen der Musikgeschichte sind zweifelsohne die verfeindeten Händel-Stars Faustina Bordoni und Francesca Cuzzoni. Ihr am 6. Juni 1727 bei einer Vorstellung von Bononcinis Oper Astianatte auf offener Bühne ausgetragener Streit, der – vom Londoner Publikum angefeuert – in wüsten Beschimpfungen und Handgreiflichkeiten ausartete, ist in die Annalen der Operngeschichte eingegangen. In Erinnerung an diese beiden großen Primadonnen der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts haben Simone Kermes und Vivica Genaux in aller Freundschaft mit Baroque Rivalries einen wilden Barock-Abend voller Raritäten und Entdeckungen aus dem Repertoire der Bordoni und der Cuzzoni zusammengestellt, bei dem neben Kompositionen von Georg Friedrich Händel und Johann Adolf Hasse auch viele Arien und Duette heute fast vergessener Komponisten wie etwa Antonio Lotti, Giovanni Porta oder Giuseppe Arena erstmals wieder zum Klingen gebracht werden.

Besetzung:

Musikalische Leitung & Violine Andrés Gabetta
Sopran Simone Kermes
Mezzosopran Vivica Genaux
Orchester Capella Gabetta

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