Literatur

Barbara Frischmuth - Woher wir kommen


Barbara Frischmuth erzählt klug und mit der nur ihr eigenen souveränen Leichtigkeit, die das Unerträgliche nie vergessen lässt, wie jede dieser Frauen es lernen muss, im Jetzt zu leben und Liebe wieder zuzulassen.

Ada hat nach dem Selbstmord ihres Freundes auch als Malerin gerade mit ganz neuen Bildern begonnen, als plötzlich drei lebhafte Kinder und ihr Jugendfreund Jonas in ihr Leben eindringen. Ihre Mutter Martha musste es verwinden, dass ihr Mann gemeinsam mit seinem kurdischen Freund Vedat spurlos im Ararat-Gebirge verschwand.

Seitdem trifft sie sich einmal im Jahr mit Vedats Frau Lale, um sich gemeinsam ihrer Männer zu erinnern, auch wenn sie keinen Ort haben, um zu trauern. Lilofee, die Tante, hatte als junges Mädchen in den Bergen einen Kriegsgefangenen versteckt und musste mitansehen, wie er, ihre große Liebe, verraten und verschleppt wurde. Nie wird sie das vergessen können, aber sie rächt sich. Barbara Frischmuth erzählt klug und mit der nur ihr eigenen souveränen Leichtigkeit, die das Unerträgliche nie vergessen lässt, wie jede dieser Frauen es lernen muss, im Jetzt zu leben und Liebe wieder zuzulassen. (zu Woher wir kommen, Aufbau Verlag)

„Eine der gefährlichsten Fragen ist: Was wäre gewesen, wenn? Mit ihr fängt jegliches Erzählen an.“ (Barbara Frischmuth)

Barbara Frischmuth
http://www.barbarafrischmuth.at/
Geboren 1941 in Altaussee, lebt und arbeitet in Altaussee. Dolmetschstudium Türkisch und Ungarisch in Graz. 1959 erste Gedicht-Veröffentlichung, Mitglied des Forum Stadtpark. Seit 1967 freie Schriftstellerin und Übersetzerin. Schreibt Romane, Erzählungen, Hörspiele, Theaterstücke, Drehbücher, Kinder- und Gartenliteratur.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen u.a.: 1988 Manuskripte-Preis für das Forum Stadtpark des Landes Steiermark, 1998 Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis, 1999 Franz-Nabl-Literaturpreis der Stadt Graz, 2005 Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln.


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