Literatur · Theater

Barbara Frischmuth - Machtnix oder der Lauf, den die Welt nahm


25 Jahre nach der Erstveröffentlichung wird Machtnix oder Der Lauf, den die Welt nahm neu aufgelegt und ist aktueller denn je.

Die Heldin, das Mädchen Machtnix, entflieht dem Krieg und trifft auf ihrer Wanderschaft auf eigenartige Gesellen: die größenwahnsinnige, zweifaltige Kröte, das mit Weisheiten geschlagene, blinde Huhn, die ohnmächtelnde Maus, den Bomben-Blindgänger Klein-Gottfried, die Ex-Laborratte mit Sondenkrone. Gemeinsam verfolgen sie ein Ziel: »Stoppt die Zentrale!« Der Weg ist beschwerlich, das Vorhaben groß, der Feind allgegenwärtig. Denn der Krieg ist ein Gestaltenwandler und nimmt die unterschiedlichsten Formen an. Aber Machtnix hat eine Mission und die Ratten haben einen Plan. Eine Mischung aus Märchen und Science-Fiction-Roman mit Witz, Weitsicht und gesellschaftskritischem Anspruch, die zum Neuentdecken einlädt. (Markus Köhle)

Barbara Frischmuth, *1941 in Altaussee/Steiermark, wo sie nach Studien in Graz, der Türkei, Ungarn und vielen Jahren in Wien als freie Schriftstellerin und Übersetzerin wieder lebt. Zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays, Kinder- und Jugendbücher, Hörspiele, Theaterstücke, Filme. Auszeichnungen (u. a.): Anton-Wildgans-Preis 1973, manuskripte-Preis 1988, Franz-Nabl-Preis 1999, Großer Josef-Krainer-Preis 2003, Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln 2005, Österreichisches Ehrenkeuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse 2013. Publikationen (Auswahl): Die Klosterschule (1968); Das Verschwinden des Schattens in der Sonne (1973); Haschen nach Wind. Erzählungen (1974); Sternwieser-Triologie (Romane Die Mystifikationen der Sophie Silber; Amy oder Die Metamorphose; Kai und die Liebe zu den Modellen, 1976–1979); Bindungen. Erzählung (1980); Die Frau im Mond (1982); Kopftänzer (1984); Demeter-Trilogie Romane Herrin der Tiere; Über die Verhältnisse; Einander Kind, 1986–1990); Mörderische Märchen. Erzählungen (1989); Traum der Literatur – Literatur des Traums. Münchner Poetik-Vorlesungen (1991; erw. Ausg. 2009); Hexenherz. Erzählungen (1994); Die Schrift des Freundes (1998); Fingerkraut und Feenhandschuh. Ein literarisches Gartentagebuch (1999); Schamanenbaum. Gedichte (2001); Die Entschlüsselung (2001); Löwenmaul und Irisschwert. Gartengeschichten (2003); Der Sommer, in dem Anna verschwunden war. Roman (2004); Marder, Rose, Fink und Laus. Meine Garten-WG (Fotos: Herbert Pirker, 2007); Vergiss Ägypten. Ein Reiseroman (2008); Vom Fremdeln und Eigentümeln. Essays (2008); Die Kuh, der Bock, seine Geiß und ihr Liebhaber. Fabeln (2010); Woher wir kommen. Roman (2012); Bindungen – und andere Erzählungen (2013); Der unwiderstehliche Garten. Eine Beziehungsgeschichte (2015). »Im Liegen ist der Horizont immer so weit weg«. Grenzüberschreitungen in Barbara Frischmuths Werk (hg. v. Anna Babka und Peter Clar, 2016).


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