Jazz

Ballaststofforchester Salzburg


Das Ballaststofforchester Salzburg mit seinem Kapellmeister Egon Achatz schwelgt nun schon seit mehr als zehn Jahren in der Film-, Tanz- und Unterhaltungsmusik der 20er & 30er Jahre.

In seinem neuen Programm ‘Morgen muss ich fort von hier’, verarbeitet das Ensemble gemeinsam mit Festspiel-Jedermann Cornelius Obonya Musik und Texte, die während der Zeit des ‚Dritten Reichs‘ verboten waren.

Das Programm bietet einen Querschnitt von der sogenannten ‘Ernsten-’ über die ‘Unterhaltungs-’ bis hin zur ‘Negermusik’, die man in dieser Zeit hierzulande nur unter Gefährdung des eigenen Lebens hören konnte. Neben vielen Musikstücken von Hanns Eisler und Kurt Weill gibt es weiters Jazz von Duke Ellington und vom ‘bolschewistischen Swingjuden’ Benny Goodman! Zu den Musiknummern kommen meist kurze und prägnante Statements zu Jazz, Homosexualität, Operette, Singtanzen, Judentum und der ‘deutschen Musik’. Zudem rezitiert Cornelius Obonya u. a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky und Carl Zuckmayer.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten war auch in Österreich die Situation für jüdische Künstler und alle Kulturschaffenden, deren Kunst als entartet angesehen wurde, fatal. Sie mussten fluchtartig das Land verlassen und so verstummte hierzulande für viele Jahre ein Gutteil der Musik und Literatur, der bis dahin den Ton angegeben hatte.


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