Operette · Theater

Ball im Savoy


Operette von Paul Abraham, Aufführung des Operettentheater Salzburg / schlote productions GmbH, Salzburg, Regie: Lucia Meschwitz, Musikalische Leitung: Katalin Doman, Christian Pollack

Ein ganzes Jahr lang waren sie auf Hochzeitsreise rund um den Globus, nun kehren Madeleine und Aristide de Faublas glücklich verliebt zurück ins heimatliche Nizza, wo sie von Freunden sowie ihren Bediensteten Bébé und Archibald empfangen werden. Doch just nach ihrer Ankunft holt den Lebemann Aristide seine amouröse Vergangenheit ein: Er erhält ein Telegramm von der Tangotänzerin Tangolita, einer Verflossenen, die noch am selben Abend seine Anwesenheit beim alljährlichen Ball im Savoy verlangt. Mithilfe seines Freundes erfindet Aristide einen Vorwand, um den Ball besuchen zu können und seine Frau zu Hause zurückzulassen. Madeleine durchschaut das Spiel und beschließt, sich maskiert ebenfalls auf den Ball zu begeben…
Mit dem Ball im Savoy gelang Paul Abraham in der Handlung eine witzige Mischung aus „Fledermaus“ und „Der ideale Gatte“, die das Publikum seit 1932 in Scharen ins Theater zieht. In der besten Tradition Kálmáns und Lehárs verband er abwechslungsreiche Melodien, ungarisches Temperament und moderne Tanzrhythmen. In seinen, durch interessantes internationales Flair geprägten Werken ist der moderne Touch des 20. Jahrhunderts, beeinflusst von Revue und Jazz-Elementen zu spüren. Damit führte er die Operette noch einmal zu einem Höhepunkt. Er hatte einen untrüglichen musikdramatischen Instinkt und treffsicheres Gefühl für populäre Melodien, in vieler Hinsicht ein Wegbereiter des Musicals.


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