Alte Musik · Klassik

Balázs Máté - Barockvioloncello


Programm:

Domenico Gabrielli (1651–1690)
Ricercare Nr. 6 G-Dur aus „Sette ricercari per il violoncello solo“

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Suite für Violoncello solo Nr. 3 C-Dur BWV 1009
Suite für Violoncello solo Nr. 5 c-Moll BWV 1011

Johann Sebastian Bachs Suiten für Violoncello sind der Höhepunkt einer Entwicklung, in der seit dem Ende des 16. Jahrhunderts Tänze aus Europa zu Sammlungen zusammengefasst wurden, Tänze, die meist volkstümlich verankert waren, aber ebenso Eingang in die Aristokratie gefunden hatten.

Allmählich kristallisierte sich eine einheitliche Tanzfolge aus der französischen Allemande und Courante, der spanischen Sarabande und der englischen Gigue heraus. Gelegentlich wurden zur Auflockerung zwischen Sarabande und Gigue leichtfüßige Galanterie-Sätze wie Gavotte, Menuett und Bourrée eingefügt.

Die rhythmischen und melodischen Kräfte der Tänze entfalten sich in Bachs Suiten, die stets von einem Prélude eingeleitet werden, in unbeschreiblicher Vielfalt und Intensität. Diese Tanzmusik bewegt den Geist und das Herz. Der ungarische Cellist Balázs Máte, ein Schüler von den Cellisten Jaap ter Linden und Nikolaus Harnoncourt, wird seine leidenschaftliche Beschäftigung mit dem Einfluss von Volks- und Tanzmusik auf die komponierte Musik im Barock in den Bach-Suiten C-Dur und c-Moll sowie deren Gedanken- und Gefühlsreichtum hörbar machen und dabei alle Qualitäten seines Instrumentes abrufen.

Denn Bach schöpft das beeindruckende Bassreservoire des Violoncellos ebenso aus wie er es gleichzeitig in tenorale Höhen steigen lässt. Als Verbeugung vor dem ersten Komponisten, der Solomusik für das Violoncello komponierte, spielt Máte eines der Ricercari von dem Bologneser Cellisten und Komponisten Domenico Gabrielli.


Vergangene Termine