Pop / Rock

Avec


Beeindruckende Songs entstehen oft Zuhause, aus dem Leben heraus. Dass man dafür keine Noten lesen können muss, stellt AVEC unter Beweis. Nicht zerdacht, sondern aus dem Bauch heraus, so klingt auch die Essenz jedes Taktes, jeder Strophe, jedes Refrains. Genauso verarbeitet sie auch oft schwierige persönliche Erfahrungen und Gefühle, die ihrer oft schwerwiegenden Bedeutung nach im Gegensatz zu den behutsam gezupften Saiten stehen.

Balancierend zwischen inhaltlicher Schwere und elegant-filigranem Gitarrensound ist die Musik, das Schreiben an sich, für die Künstlerin wie eine Therapie. Die aber nicht nur ihr selbst hilft, sondern auch dem Publikum einen geheimnisvollen, ja fast mystischen Rückzugsort bietet, ein kleines Schlupfloch in eine andere Welt. Die Texte, so verrät AVEC, sind das Herzstück ihrer Songs.

Um nicht alles Offensichtliche sofort preiszugeben, schreibt sie englische Songs. Die Sprache ist dabei ein Rückzugsort, der zusätzlichen Raum für Interpretationen lässt. Hier kann sie die nicht immer positiven Erlebnisse, die sie in ihren Songs verarbeitet, abstrahieren. Indem sie so ihre Emotionen nach außen projiziert, teilt sie ihre persönlichsten Geschichten mit ihren Zuhörern: subtil und eindringlich, aber nie aufdringlich.

Verflüchtigte Schatten, ein Lichtstrahl. Nebelschwaden, Gänsehaut, Sonnenuntergang. AVEC fängt mit ihrer Musik genau die Stimmung ein, kurz bevor die Sonne hinter dem Gipfel verschwindet. Melancholisch, aber hoffnungsvoll: sie wird morgen wieder aufgehen.


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