Pop / Rock

Autumn Leaves Festival


Line Up:

THE MISERABLE RICH (GB)
JUNIOR (GB/D)
I AM OAK (NED)

The Miserable Rich (GB)

Als wir The Miserable Rich beim letzten Mal bei uns in Graz hatten, im Jahr 2012, fühlte es sich für uns so an, als würden Freunde nach Hause kehren. Besonders gern haben wir sie immer hier gehabt, besonders herzlich sind sie vom Grazer Publikum aufgenommen worden. Dieses Gefühl führte die Band nun doch noch einmal dazu, ein letztes da capo in ihren Lieblingsclubs zu geben, nur für 4 Shows, von 15. bis 19.11.2014. Eigentlich stand die Bandauflösung schon fest, im Frühsommer hatten sie ihr finales Konzert in ihrer Heimatstadt Brighton gespielt. The Miserable Rich, die vor drei Jahren noch einmal ihr ganzes Repertoire in das Album "Miss You In The Days" gepackt haben. Und noch viel mehr, so unheimlich und dunkel kannte man sie bis dato nicht. Doch ihre virtuose Klasse, ihr hymnisches Potiential und ihr unvergleichliches Songwriting blieb. Im Laufe der Jahre hatten wir das virtuose und luftig-leichte "Somerhill", das schwungvolle "On A Certain Night" und natürlich das hymnische "Ringing The Changes", das uns beim Gedanken an den drohenden Abschied für immer, die Tränen in die Augen treibt, auf Heavy Rotation auf unseren Plattentellern laufen. Sie einmal noch bei uns zu haben, ist eine ganz besondere Auszeichnung. Oder wie heißt es in "Under Glass": "All I want to say in my simple way is you deserved a little more..."

Junior (D/GB)

Ian Fisher und Fabian Keller sind JUNIOR. Der eine Songwriter aus Missouri, der andere Musiker und Produzent aus Berlin. Beide ständig unterwegs. Und jetzt zusammen. Ian Fisher ist ein guter alter Bekannter auf der Platoo-Bühne, denn mit seinem Projekt Ian Fisher & The Present hat er zuletzt in der Scherbe fasziniert. In Kombination mit Fabian Keller wirkt alles getriebener, mit bits and beats boxt man sich durch Songs die schon die Feder Ian Fishers erkennen lassen, aber in der Ausführung an Postal Service erinnern und klar die Handschrift Fabian Kellers tragen. Sehr clever klingt das, doch die beiden sind zu clever um sich für clever zu halten. Wenn in den Texten mit Hilfe des Psychoanalytikers Erich Fromm die post-moderne Spaßkultur in Frage gestellt wird, so nicht ohne zu erkennen, selbst ein Teil jener bohemen Gesellschaft zu sein. Die Lässigkeit erwächst aus dem Wissen um die eigene Fehlbarkeit. So verdichten sich die Melodien zu Songs, die jeden überflüssigen Ballast am Wegesrand liegen lassen und doch vollendet wirken. "Is this a joke or fuckin' truth?" Es ist JUNIOR.

I Am Oak (NED)

Als im Frühjahr das vierte Album der Folkband aus Utrecht rund um Thijs Kuijken mit dem Titel 'Ols Songd" veröffentlicht wurde, konnte man bereits auf eine beeindruckenden Erfolgsgeschichte zurückblicken. Seit dem Debüt-Album "On Claws" im Jahr 2010, war I Am Oak Teil erhielt die Band zahlreiche Nennungen im Bereich "Album des Jahres", "Nowhere or Tammensaari' (2012) wurde in acht Ländern veröffentlicht und sie gingen in dreizehn Ländern weltweit auf Tournee. Höchst gespannt waren die zahlreichen Fans der Band schon auf das neue Album, denn es enthält Studioversionen von Live-Favoriten wie "Birken" und "Honeycomb". Doch wie kann man den Stil von I Am Oak beschreiben? "Zauberhaft, warm und düster zugleich" oder "Weltuntergangsstimmung draußen, Glückseligkeit drinnen". Auf eine Vielzahl von Instrumenten wird gerne verzichtet, auf minimalistische Beats nicht. Und der ganz eigene Sound steht im Vordergrund. Darüber wirkt Kuikens Stimme als Organ voller Ruhe und Kraft, trotzdem fragil und unheimlich fesselnd: "Die Verschrobenheit von Bon Iver trifft auf den ausgefuchsten Minimalismus von The Black House und die traumgleiche, federleichte Entrücktheit von Beach House." Das sagt der Promotext. Wir sagen, eine faszinierende und spannungsgeladene Neuerfindung der an tollen Bands reichen holländischen Songwriterschule.


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