Theater

Autos


Die junge Autorin Enis Maci – in der Fachzeitschrift ‚Theater heute‘ jüngst gewählt zur ‚Nachwuchsdramatikerin des Jahres‘ – erzählt einen rätselhaften Reigen von Begebenheiten innerhalb des Autos und am Straßenrand, Fragmente von Biografien.

Eine Frau, ein Mann, ein Auto. Eine Spazierfahrt? Oder eine Fahrstunde? Wie stehen die beiden Menschen zueinander? Orte und Begebenheiten am Straßenrand konfrontieren sie mit teils verdrängten Erinnerungen. Die Fahrt führt zunächst zu einer Grundschule, welche die Frau als Kind besuchte – daneben befindet sich eine psychiatrische Praxis. Dort versuchte vor langer Zeit der Vater, die Schmerzen der Vergangenheit zu lindern. Im Radio laufen Berichte, Interviews, Musik und fließen mit der Gedankenwelt der beiden Passagiere zusammen, kontrastieren oder beflügeln deren Fantasien. Immer mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Realität und Imagination.

Die junge Autorin Enis Maci (geb. 1993 in Gelsenkirchen) – in der Fachzeitschrift ‚Theater heute‘ jüngst gewählt zur ‚Nachwuchsdramatikerin des Jahres‘ – erzählt einen rätselhaften Reigen von Begebenheiten innerhalb des Autos und am Straßenrand, Fragmente von Biografien. Ihr neues Stück spannt einen Bogen über mehrere Generationen einer Familie, untersucht deren Verletzungen und Traumata – und beschäftigt sich vor allem mit einer der Urzellen des Theaters schlechthin: dem Topos des Verrats. Mit fast antiker Sprachgewalt fragt Enis Maci danach, was es bedeutet, wenn Familien zerbrechen. Was heißt es, wenn jemand sich von der eigenen Herkunft emanzipieren möchte?

Schauspiel
Johanna Baader, Simon Bauer, Steffen Link, Vassilissa Reznikoff, Sebastian Schindegger
Autorin Enis Maci
Regie Franz-Xaver Mayr


Vergangene Termine