Klassik

Australian Chamber Orchestra


Nikolaus Harnoncourt bezeichnete Pierre-Laurent Aimard als «eine Mischung aus interpretatorischem Genie und Wahnsinn», für Kritiker ist er «ein Pianist der Ausleuchtung und Farbe», der «alles, was er spielt, klar und lebendig» darstellt. Der fulminante Boulez-Klavierabend mit Tamara Stefanovich im vergangenen Mai ist uns noch lebhaft in Erinnerung. Nun gastiert Pierre-Laurent Aimard mit keinem geringeren als dem «weltweit besten Kammerorchester» – dem Australian Chamber Orchestra – im Wiener Konzerthaus. Der australische Klangkörper ist für seine frischen, neuartigen Zugänge bekannt. Da er hierzulande nur selten live zu erleben ist, bietet sich Mitte November somit eine ganz besondere Gelegenheit. Beethovens monumentales Streichquartett op. 130 mit der «Großen Fuge» wird in einer Orchesterbearbeitung von Richard Tognetti höchstselbst zum Bravourstück des großartigen Ensembles. Herzstück des Abends ist Mozarts Klavierkonzert B-Dur K 450, das nach Aussage des Komponisten «zum Schwitzen» ist. Aimard-Kennerinnen und -Kenner wissen, dass der französische Pianist auch diesem Werk mit der für ihn bezeichnenden intellektuellen Klarheit begegnen wird. Zudem erklingen Sätze aus Bachs Opus magnum «Die Kunst der Fuge», für deren Einspielung der Tastenvirtuose den Diapason d'Or erhalten hat.

PROGRAMM:

Johann Sebastian Bach
Contrapunctus I (Die Kunst der Fuge BWV 1080) (1742 vor/1745 ca.)
Contrapunctus II (Die Kunst der Fuge BWV 1080) (1742 vor/1745 ca.)
Contrapunctus III (Die Kunst der Fuge BWV 1080) (1742 vor/1745 ca.)
Contrapunctus IV (Die Kunst der Fuge BWV 1080) (1742 vor/1745 ca.)
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester B-Dur K 450 (1784)






Ludwig van Beethoven
Streichquartett B-Dur op. 130 (mit Große Fuge B-Dur op. 133) (Bearbeitung für Streichorchester: Richard Tognetti) (1825)


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