Vortrag

Aus Österreichs schwerer Zeit 1914–1924. Der erste Weltkrieg im Spiegel des Geldes


Zum Kriegführen braucht man drei Dinge, Geld, Geld und nochmals Geld. Dieser Ausspruch, den der österreichische Feldherr Montecuccoli getätigt haben soll, beschreibt sehr deutlich das Problem aller kriegsführenden Länder...

90 Milliarden Kronen kostete Österreich-Ungarn der Krieg, von denen ein großer Teil über Kriegsanleihen finanziert wurde. Silbermünzen verschwanden in den Sparstrümpfen, Kleinmünzen wurden wegen des Metallmangels aus Eisen geprägt. Bis zum Kriegsende war die Kaufkraft der Krone auf ein Sechzehntel ihres Wertes vor dem Krieg gesunken. 1922 war das Wertverhältnis bereits 1:14.400, Banknoten über 500.000 Kronen waren im Umlauf. 1925 wurde der Schilling eingeführt, der Wechselkurs lautete 10.000 Kronen = 1 Schilling.

Der Kleingeldmangel führte zur Ausgabe von Notgeldscheinen. Die Scheine von Siezenheim und anderer Gemeinden sind heute ein beliebtes Sammelgebiet.

Eintritt ist frei! Freie Platzwahl!


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