Pop / Rock

Augustines


Es ist beinahe unmöglich, den wohl gewählten Worten, der kräftigen Stimme und den vielen Melodien der tief-emotionalen Band aus Brooklyn zu entrinnen. "Große Songs, wahre Gefühle."

"Große Melodien, große Songs, wahre Gefühle." So resümiert der Rolling Stone das im Frühjahr veröffentlichte zweite Album dieser von Namenswechseln und familiären Schicksalsschlägen gebeutelten Band. Bis vor kurzem noch aus rechtlichen Gründen unter We Are Augustines firmierend, zog das live zu viert agierende Trio um den Sänger und Gitarristen Billy McCarthy mittlerweile von Brooklyn nach Seattle um - nur eines blieb seit dem tief berührenden 2012er Debüt "Rise Ye Sunken Ships" gleich: Diese Stimme, diese zwischen den Koordinaten Indierock und Folk verorteten Stücke stochern in der Seele, wühlen im Innersten auf, sind schlicht unentrinnbar. Das Unwort Authentizität ist bei Augustines ausnahmsweise nicht fehl am Platz.

Aber um Missverständnissen vorzubeugen: Bei Augustines muss niemand den Bierbecher vollheulen, denn diese Band rockt, und wie! Die Tage auf Tour - sei es als Support von Bands wie den Kaiser Chiefs oder Band Of Skulls, sei es bei Festivals wie Coachella, Hurricane oder Southside, sei es im TV bei Letterman und Konsorten oder bei ihren Headliner-Konzerten - haben ihre Sinne und ihr Songwriting geschärft. Die große Geste ist noch deutlicher geworden, die Instrumente werden noch vielfältiger und gezielter eingesetzt, Frontmann McCarthy agiert noch bestimmter und eindrücklicher.

Das haben Augustines im Frühjahr bei ihren großteils ausverkauften Europa-Konzerten in aller Eindrücklichkeit bewiesen. Der Tenor aller Dabeigewesenen ist einhellig: Live sind Augustines der Hammer - auf und vor der Bühne. Denn nicht selten steigt die Band ins Publikum herab, um ihre Fans auf Augenhöhe in die Ekstase zu rocken. Ein Erweckungserlebnis!


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