Diverses · Kunstausstellung

2-Meter-Abstand Demo für Kunst & Kultur Nr. 4


Aua retten? Kunst & Kultur retten!

Kunst & Kultur, sowie alle Menschen die in diesen Bereichen arbeiten sind systemrelevant!

Viele Menschen sind aufgrund der Pandemie und der Maßnahmen der Regierung in eine Notlage geraten. Warum werden sie nicht unterstützt? Wo liegt der Unterschied zwischen dem Kunst und Kulturbereich und den Fluglinien?

Wir demonstrieren am:
Freitag 12. Juni 2020 am HELDENPLATZ um 17:30-19:00

Leere Versprechen:
Fünf Wochen nach der ersten Demo sind bis heute noch keine Soforthilfen bei KünstlerInnen in Not angekommen.

KünstlerInnen können von Ankündigungen alleine nicht leben. Viele KünstlerInnen sind in eine Notlage geraten und können sich ihre Miete und ihr Essen nicht mehr leisten. Daher brauchen wir rasche Lösungen.

Der Artikel 7 unserer Bundesverfassung soll auch im Bezug zu allen Künstlerinnen und Künstlern durch Kunst- und Kulturpolitik so angewendet werden, dass jede Künstlerin und jeder Künstler das Anrecht auf ein gutes und würdevolles Leben hat.

Um dies zu ermöglichen müssen öffentliche Gelder im Kulturbereich für alle Künstlerinnen und Künstler, Kulturinstitutionen und aktive gemeinnützige Kulturvereine so gleich wie möglich verteilt werden.

DAHER FORDERN WIR:
- unbürokratische Soforthilfe für alle in Österreich lebenden und arbeitenden KünstlerInnen, sowie für aktive gemeinnützige Kulturvereine rückwirkend ab März für die Dauer der Corona-Krise. (z.B. 1.000,- Euro Grundeinkommen nach dem bayerischen Modell)




  • weitreichende Abgeltung der durch die Corona-Krise ntstandenen Einkommensverluste von Vereinen und freien Initiativen, damit KünstlerInnen auch weiterhin über die notwendigen Plattformen für die Präsentation ihrer Arbeit verfügen


  • umgehende Verbesserungen in der Künstlersozialversicherung


  • Steuerbefreiung von Kunstankäufen und Künstlerlnnenhonoraren bis Jahresende 2021 (bis zu einem noch zu definierenden Höchstbetrag)




(Forderungen ua. aus: Brief der sechs öffentlichen Kunstuniversitäten an die Bundesregierung & offener Brief der Secession)

Weitere politische Forderungen für die Zeit nach Corona:




  • bei kontinuierlichen künstlerischen Leistungen Grundeinkommen der KünstlerInnen ermöglichen


  • Neuverhandlungen der SVS Konditionen für KünstlerInnen und Verbesserungen in der Künstlersozialversicherung


  • optimiertere Verteilungen der Steuergelder im Kulturbereich / stärkere Mitsprache der Basis in der Kulturpolitik / mehr Transparenz in der Kulturpolitik


  • Minderheitenrechte schützen und unterstützen


  • Freiräume für jugendlichen Ausdruck & Jugendkultur ermöglichen


  • politisches Interesse gegenüber der Hochkultur neu definieren


  • Hoch- und Basiskultur fern des Rampenlichts und des Tourismus optimierter unterstützen und ermöglichen


  • Spitzengehälter der Manager von staats- (und Stadt-)nahen Kulturinstitutionen vereinheitlichen


  • Amtsperioden der Direktoren öffentlicher Institutionen (Bundestheater, Bundesmuseen, Kunstuniversitäten, sowie Theater, Museen der Stadt etc) auf maximal 2x5 Jahre Jahre beschränken




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"Die soziale Lage der Kunstschaffenden war schon vor der Corona-Krise vielfach bestürzend. Dies hat die erste Studie dazu, die 2008 von Ministerin Claudia Schmied in Auftrag gegeben wurde, deutlich gezeigt. Eine neuerliche Studie 2017/18 zeigte keine wesentlichen Veränderungen.

Es muss dringend Veränderungen geben, die über die aktuelle Krise hinausweisen und künstlerische Arbeit nicht nur symbolisch oder repräsentativ würdigen. Es ist unsere kreative Tätigkeit, die kulturelle Werte schafft, nicht nur deren Repräsentation und Verwahrung. Als KünstlerInnen erwarten wir von einer zeitgemäßen Kulturpolitik, dass sie uns nicht nur als Teil der Zivilgesellschaft, sondern auch als eine kritisch denkende, an der Wertschöpfung beteiligte Szene wahrnimmt und honoriert"

(aus dem Brief des Vorstands der Wiener Secession)

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REDNER_INNEN:
mit u.a.
- SUSANNE SCHOLL (Autorin)
- GERHARD RUISS (Leiter IG AutorInnen / Autor, Musiker)

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TEILNAHMEBEDINGUNGEN:

Die Teilnahmebedingungen gelten ausnahmslos für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen für die gesamte Dauer der Versammlung bzw. der Kundgebung:




  • Mitnahme einer Mund-Nasen-Maske für die Kundgebung


  • Händedesfektionsmittel und Mund-Nasen-Maske werden bei Bedarf vor Ort zur Verfügung gestellt


  • verpflichtendes Einhalten des gesetzlich geregelten Abstands zu allen haushaltsfernen Teilnehmer_innen der Versammlung!




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Wir unterstützen den Brief der sechs öffentlichen Kunstuniversitäten an die Bundesregierung:
https://bit.ly/2WERwTC

sowie den Brief des Vorstands der Wiener Secession:
https://bit.ly/2TfAjOz


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