Klassik

Au Coeur du Nil Soufi


Die Sufis vom Nil wollen mit ihren Auftritten einen Eindruck von ihrem Universum aus „dhikr“ (Gebet) und „hadra“ (Trance) geben. Ihr Tanz und ihre Musik in der Minoritenkirche vermischen sich am Anfang mit einer Sufi-Zeremonie aus einem Dorf in Oberägypten, die mit einem Video auf ein quer über die Bühne gespanntes Netz projiziert wird.

AU COEUR DU NIL SOUFI:
Hamed Said Osman Ahmed (Sologesang)
Yasser Fathi Abdalla Mahdy (Oud)
Ahmed Abdel Nabby Ahmed Khalil (Qawwali)
Aboubakr Mohamed Mourad Migally (Tabla)
Elhamy Mohamed Mourad Migally (Daf)
Ramadan Abdelnabbi Abdelaal Hamadein (Gesang & Perkussion)
Ahmed Abdelnabbi Abdelaal Hamadein (Gesang & Perkussion)
Alaa Abdelnabbi Abdelaal Hamadein (Flöte)
Mahdy Hassan Mohamed Soliman (Tänzer)
Ahmed Shawar Ibrihim Mohamed (Tänzer)
Hamdy Desouky Fawy Hussein (Tänzer)
Ashraf Abdelnabbi Abdelaal Hamadein (Tänzer)

Durch den Garten Eden fließt der Nil. Seit dem Altertum bis ins Mittelalter wurde der biblische Fluss Gihon mit dem nordafrikanischen Strom gleichgesetzt. Am Nil schlägt das Herz ägyptischer Sufis, deren innere Beziehung zu Gott von Liebe erfüllt ist. Sufis verzehren sich nicht in der Sehnsucht nach dem Himmel, für sie liegt das Paradies nicht jenseits des Todes, sondern als Bestimmung in jedem Menschen selbst. Der Einstieg in die Ewigkeit befindet sich in einem Leben in Einigkeit mit sich selbst und in der Betrachtung des Göttlichen. Das Innere des Menschen, sein Geist und sein Herz, wird von den Sufis als Garten besungen. In dem Garten warten saftige Früchte und schöne Blumen. Das Paradies.

Sheikh Hamed Ahmad singt bei „Imago Dei“ Lieder in der Tradition der ägyptischen Sufis und wird von Musikern im Qawwali, dem Sufi-Gesangsstil, und auf der Laute Oud, der Tabla und dem Tamburin Riq begleitet.

Das Ritual der Derwische wird schließlich von dem Sänger-Brüderpaar Abdelnabbi Abdelaal Hamadein angeführt, dazu erklingt unter anderem die arabische Schilfrohrflöte Suffara. Die Stimmen der Munshindin steigern sich in der unaufhörlichen Rezitation der vielen Worte für das Göttliche. In der Hingabe kommen die Sufis ganz nahe zu Gott.

Begleitprogramm:

16:00 Film im Kino Im Kesselhaus

Orfeu Negro
>> F/I/BRASILIEN 1959 >>
REGIE: MARCEL CAMUS

Marcel Camus verlegt in seinem Oscar-prämierten Filmklassiker den Mythos von Orpheus und Eurydike über die Liebe, die selbst den Tod bezwingt, in die pulsierenden Straßen von Rio de Janeiro.

18:30 Podiumsgespräch

Sehnsucht nach dem Paradies

Mag. Johannes Kaup (Radiojournalist)
Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Professor für Islamische Religionspädagogik)


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