Theater

Atmen


Ein Paar schlägt Haken im Kopf, als plötzlich beim Möbelschweden die Frage nach einem Kind auftaucht.

Scheiß auf Recycling oder Elektroautos, solange gebildete, umsichtige Menschen wie wir nicht aufhören Kinder zu kriegen, ist die Welt total am Arsch.

Winzige Söckchen, niedliches Glucksen und süßer Milchgeruch? Oder noch ein Plastiktütenbenützer, Spraydosensprüher, Avocadoimportierer mehr? Ein Paar schlägt Haken im Kopf, als plötzlich beim Möbelschweden die Frage nach einem Kind auftaucht. Sie sind doch gute Menschen, eifrige Fairtrade Kaffee-Trinker, Mülltrenner und Autoverzichter. Wie können sie dann verantworten, einen mächtigen CO2 Produzenten in die Welt zu setzen? Andererseits könnte genau ihr Umweltzerstörer die Lösung finden, wie die Welt zu retten ist.

Sie wälzen Bücher, verstricken sich in Heulkrämpfe, Ernüchterungsanfälle und Diskussionen, um sich am Ende wie ein Kreuzworträtsel anzustarren. Sie träumt von einem Haus mit Garten und davon, einen Baum zu pflanzen. Und er wird zum fixen Rädchen im Getriebe einer Firma. Man macht das doch so, oder?

Von: Duncan Macmillan
Regie: Christine Wipplinger
Bühne, Kostüm: Alexandra Burgstaller
Es spielen: Paola Aguilera, Astrit Alihajdaraj

Aus dem Englischen von Corinna Brocher
Rechte bei: Rowohlt Theater Verlag Reinbek/Hamburg


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