Theater

Atmen


In einem zeitlich raffiniert verschachtelten Dialog, der zwischen zwei Repliken manchmal ganze Jahre überspringt, verhandelt Duncan Macmillan in Atmen von der Wiege bis zur Bahre leichthändig die großen Daseinsfragen. Von Panik über Euphorie bis zu Ernüchterung reicht die Skala der Gefühle, wie sie fast jeder aus eigener Erfahrung kennt.

Wer will heute noch ein Kind? Über sieben Milliarden Menschen bevölkern die Erde, die Nahrungs- und Trinkwasserressourcen werden knapp, gleichzeitig steigen Energie- und Rohstoffbedarf, die globale Erwärmung nimmt zu und es häufen sich Naturkatastrophen. Sollten da nicht gerade gute, verantwortungsbewusste Menschen, die Fair Trade kaufen, den Müll trennen und Filme im Original mit Untertiteln schauen, darauf verzichten, durch ihre Vermehrung zum Untergang des Planeten beizutragen? Diese Fragen stellt sich ein junges Paar und kommt beim Nachdenken über die eigene Lebenssituation ins Schleudern.

Der britische Regisseur Sam Brown gewann 2011 den Ring Award und den Europäischen Opernregie-Preis. Sam Brown, der u. a. an der Bayerischen Staatsoper und an der Oper Graz inszeniert, untersucht anhand von Duncan Macmillans Stück die Verflechtung privater und globaler Konflikte zu Beginn des neuen Jahrtausends.

Von Duncan Macmillan

Regie Sam Brown Bühne & Kostüme Hanna Penatzer Dramaturgie Mona Schwitzer


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