Klassik

Arvo Pärt - Johannespassion


Durch ihre archaische Musiksprache und die spirituelle Aura, hob sich diese Johannespassion von anderen Werken der postmodernen Musikströmung ab. Nicht zuletzt dank der Aufführung durch das Hilliard Ensemble wurde sie zum Kultwerk.

1982, kurz nach Arvo Pärts Übersiedlung nach Deutschland komponiert, machte die Passion den estnischen Komponisten rasch berühmt. Durch ihre archaische Musiksprache und die spirituelle Aura, hob sich diese Johannespassion von anderen Werken der postmodernen Musikströmung ab. Nicht zuletzt dank der Aufführung durch das Hilliard Ensemble wurde sie zum Kultwerk.

Der Vertonung liegt der lateinische Text des Johannesevangeliums aus der Vulgata zugrunde. Bemerkenswert ist, dass Pärt den Text des Evangelisten nicht, wie sonst üblich, durch einen Solisten, sondern durch ein Gesangsquartett vortragen lässt; vielleicht ist dies als Hinweis auf die vier Evangelisten zu verstehen.

Die geringe Besetzung und das beschränkte Tonrepertoire sind auf den mittelalterlichen Tintinnabuli-Stil, den so genannten Glöckchen-Stil, zurück zu führen.

Pärt sagte dazu: „Tintinnabuli sind ein Bereich, in dem ich manchmal wandere, wenn ich nach Antworten suche - in meinem Leben, in meiner Musik, in meiner Arbeit. In meinen dunklen Stunden habe ich das bestimmte Gefühl, dass alles außerhalb einer einzigen Sache keine Bedeutung hat. Komplexe und vielseitige Dinge verwirren mich, und ich muss nach Einheit suchen. Was ist diese eine Sache, und wie kann ich meinen Weg dorthin finden? Spuren davon zeigen sich, und das Unbedeutende bricht weg. So sind Tintinnabuli.“

Pärts Passion ist ein Ausdruck dieser Geisteshaltung und dieser Suche nach dem Kern.

Ursula Langmayr, Sopran
Katrin Auzinger, Alt
Martin Maier, Tenor
Markus Volpert, Bass
Yasushi Hirano, Jesus
Alexander Pinderak, Pilatus

Karten zu: € 45,- 35,- mit Sicht € 25,- 15,- ohne Sicht Innerhalb der Kategorien ist freie Sitzplatzwahl!

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