Theater

Arthur Schnitzler: Leutnant Gustl


Gelesen und gespielt von Walter Gellert, mit Massimo Stefanizzi, Gitarre.

Mit Arthur Schnitzlers Meisternovelle „Leutnant Gustl“ beginnt Walter Gellert unter dem Motto „Sternstunden der österreichischen Literatur“ einen dreiteiligen Zyklus mit berühmten Erzählungen österreichischer Schriftsteller. Ironisch und sarkastisch schildert Schnitzler in "Leutnant Gustl“ eine Episode aus dem Leben eines jungen, leichtsinnigen Offiziers der k.u.k. Armee, der nach einem Konzert im Musikverein mit einem Bäcker in Streit gerät und danach an Selbstmord denkt, weil eine Privatperson nach dem militärischen Ehrenkodex nicht satisfaktionsfähig ist. Mit dieser Novelle hatte Arthur Schnitzler Ende des Jahres 1900 einen handfesten Skandal ausgelöst. Der Schriftsteller bedient sich in der Erzählung des Stilmittels des „Inneren Monologs“ und lasst dabei den Leser an den geheimsten Gedanken des Offiziers teilhaben: so erfährt man von den Ängsten und Neurosen Gustls. Gleichzeitig gelingt dem Dichter mit dieser Novelle auch eine satirische Analyse des Militärs in den letzten Jahrzehnten der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie.

Der Zyklus „Sternstunden der österreichischen Literatur“ im Haus Hofmannsthal wird am 17. Mai 2018 mit Stefan Zweigs „Schachnovelle“ fortgesetzt und am 8. November 2018 mit Franz Kafkas „Die Verwandlung“ abgeschlossen.


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