Literatur

Arthur Koestler - Die Geheimschrift - Bericht eines Lebens


„Arthur Koestlers ,Die Geheimschrift’ ist trotz aller Eitelkeiten ein großes literarisches Dokument geblieben, das vom Ende der Weimarer Republik, der ,heißen Phase’ des Stalinismus, von Emigration und Widerstand gegen den Nationalsozialismus erzählt, mit einer Sprachkraft, die auch heutige Leserinnen und Leser in den Bann zieht. Man kann Koestlers Autobiographie, obwohl sie nicht so bekannt ist wie sein Roman ,Sonnenfinsternis’ (…), als das wichtigste Werk des Autors bezeichnen, und man kann Koestler, zusammen mit George Orwell, Manès Sperber und Alexander Solschenizyn zu jenem kleinen Kreis von Autoren rechnen, die eine gewaltige politische Wirksamkeit entfaltet haben. (...)
(Michael Rohrwasser)

ARTHUR KOESTLER, geboren 1905 in Budapest, lebt ab 1919 in Wien, Studium der Ingenieurwissenschaft, 1926 Kibbuznik in Palästina. 1930 Übersiedlung nach Berlin, 1931 Eintritt in die KPD. 1932 Aufenthalt in der Sowjetunion. Im Spanischen Bürgerkrieg Berichterstatter für eine britische Zeitung, vier Monate inhaftiert. 1937 Abkehr vom Kommunismus. Fremdenlegionär, 1939 in Frankreich interniert, Flucht nach Großbritannien. Publiziert ab 1940 in englischer Sprache. 1983 Freitod in London. Werke (Auswahl): „Darkness at Noon”, 1940; (dt. „ Sonnenfinsternis”, 1946); „Arrival and Departure”, 1943; (dt. „Ein Mann springt in die Tiefe”, 1945); „The Yogi and the Commissar, 1945; (dt. „Der Yogi und der Kommissar”, 1950); „The Age of Longing” (dt. „Gottes Thron steht leer”, 1951); „Arrow in the Blue”, 1952; (dt. „Pfeil ins Blaue. Bericht eines Lebens”, 1905-1931, 1953); „The Invisible Writing. An Autobiography”, 1954; „The Ghost in the Machine”, 1967; (dt. „Das Gespenst in der Maschine”, 1968; „Stranger on the Square” (gem. mit Cynthia Koestler, (dt. „Auf fremden Plätzen. Bericht über die gemeinsame Zeit”, 1984).


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