Pop / Rock

Art Brut


Noisiger Gitarrenrock, durchgeknallte Texte, viel Sprechgesang – Art Brut sorgen mit diesen Zutaten seit Jahren für Furore und kommen nun mit ihrem aktuellen Album „Brilliant! Tragic!“ auch erstmals nach Österreich.

Art Brut ist eigentlich eine Kunstrichtung, die 1945 vom französischen Maler Jean Dubuffet begründet wurde. Sie umfasst Werke von Künstlern, die außerhalb der Gesellschaft stehen. Leute, die sich freiwillig als Außenseiter sehen, psychisch Kranke und verurteilte Straftäter trugen zur Art Brut bei. Meist handelt es sich dabei um naive Kunst, die keinen besonderen Zweck erfüllen soll.

Nach dieser Kunstrichtung benennt sich das Quintett um Sänger Eddie Argos, das mit seinem noisigen Rocksound ab 2005 in Großbritannien und später auch anderswo die Ohren von Musikkritikern und -liebhabern ordentlich durchbläst.

Die ausgeflippte Combo rund um Frontman Eddie Argos erschaffte 2005 mit „Bang Bang Rock'n'Roll“ ein legendäres Erfolgs-Debüt und liefert seither stets bissige Rockhymnen zum Mitgrölen wie „My Little Brother“, „Emiliy Kane“ oder „Direct Hit“ ab. Markant ist vor allem Argos' Sprechgesang, mit dem er seine ausgeflippten, selbstironischen Lyrics vor allem live enthusiastisch vorträgt und dabei an Kollegen wie Mark E. Smith (The Fall) oder Jarvis Cocker zu Pulp-Zeiten erinnert.

Auch auf ihrem mittlerweile vierten Album „Brilliant! Tragic!“ bleibt die britische Combo ihrem Stil grundsätzlich treu und lebt nach wie vor vom Charme des gutgelaunten Underdogs und der Ästhetik des Unperfekten. Einige der neuen Songs erweitern aber auch den Art-Brut-Kosmos um ein paar Meter und Eddie Argos findet sogar ein wenig Gefallen am singen! Hier ist deutlich die Handschrift von Pixies-Legende Frank Black zu erkennen, der die Platte produzierte. Der Titel des Albums fasst es vortrefflich zusammen: großteils brillant, aber auch tragisch und immer mit einer großen Portion Selbstironie!


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