Alte Musik · Klassik

Arnold Schoenberg Chor


Wie ein Magnet zog Giacomo Carissimi, Kapellmeister am weltberühmten Collegium Germanicum der Jesuiten in Rom, Schüler aus Europa an,unter ihnen auch Johann Caspar Kerll und Marc-Antoine Charpentier. Mit der Gattung „Historia“ bereitete Carissimi den Weg zu den großen Oratorien Bachs und Händels vor. Kerll brachte den römischen Stil an den Hof des Kurfürsten nach München. Dort entstanden für die Vesperliturgie die Psalmvertonung „Laudate pueri“ und das „Magnificat“. In der Musikbibliothek Stams haben sich einige Orgelstücke Kerlls in einer Sammelhandschrift erhalten, die für die Chororgel der Stiftskirche angelegt wurde. Charpentier komponierte seine Psalmen „Nisi Dominus“ und „Lauda Jerusalem“ für die Pariser Musikförderin Mademoiselle de Guise.
Mit Charpentiers Marienantiphon „Annuntiate superi“ wird die konzertante Vesper in Stams zur kirchenmusikalischen Einleitung der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik abgerundet. (Martin Anderl)

Programm:

JOHANN KASPAR KERLL (1627 – 1693)
Canzona I
Schreitt Courante für Orgel (aus dem Musikarchiv Stams)
Magnificat à 8

GIACOMO CARISSIMI (1605 – 1674)
Historia Jonae Prophetae

MARC-ANTOINE CHARPENTIER (um 1643 – 1704)
„Nisi Dominus“, Psalm H. 60
„Lauda Jerusalem“, Psalm H. 158
„Annuntiate superi“ pro omnibus festis B.V.M., Psalm H. 333


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