Literatur

Arno Geiger - Unter der Drachenwand


Mondsee, 1944 – Leben und Lieben im Schatten der großen Geschichte. Der neue Roman von Arno Geiger, der für 'Es geht uns gut' den ersten deutschen Buchpreis erhielt.

Veit Kolbe verbringt ein paar Monate am Mondsee, unter der Drachenwand, und trifft hier zwei junge Frauen. Doch Veit ist Soldat auf Urlaub, in Russland verwundet. Was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist seine Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt.

Arno Geiger erzählt von Veits Alpträumen und der verstörenden Normalität im Dorf, vom »Brasilianer«, der von Rio de Janeiro träumt und sich um Kopf und Kragen redet, von der Zimmerwirtin und ihren Durchhalteparolen, von Margarete, in die Veit sich verliebt und die von ihm nichts wissen will, von Oskar Meyers Kampf ums Überleben. Und im Nebenzimmer wohnt Margot, die »Darmstädterin«, mit ihrem Baby. – Doch als Veits Verletzungen verheilt sind, kommt der neue Einberufungsbefehl. Ein herausragender Roman über den einzelnen Menschen und die Macht der Geschichte, über die Toten, die Überlebenden und die Liebe in finsterer Zeit.

Arno Geiger, 1968 geboren, lebt in Wien und Wolfurt. Sein Werk erscheint bei Hanser, zuletzt Alles über Sally (2010), Der alte König in seinem Exil (2011) und Selbstporträt mit Flusspferd (2015). Er erhielt den Hebel-Preis (2008), den Hölderlin-Preis (2011), den Literaturpreis der Adenauer-Stiftung (2011), den Alemannischen Literaturpreis (2017) und den ersten Deutschen Buchpreis (2005) für Es geht uns gut.


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