Vortrag · Diverses · Literatur · Theater

Armin Thurnher - Ach, Österreich


Armin Thurnher schreibt in diesem Buch über das, was unserer Gesellschaft abhandengekommen ist: Ethik und Würde - präzise, pointiert und immer persönlich.

Ist es zum Fürchten um Europa, besteht noch Hoffnung? In Österreich muss die Wahl des Bundespräsidenten wiederholt werden, das höchste Amt des Staates droht in die Hände eines rechtsnationalen Kandidaten zu fallen. Was nun?

Die New York Times illustriert den Aufstieg rechter Kräfte in den Ländern der EU graphisch: Den kräftigsten roten Balken erhält Österreich. Jetzt muss aufgrund bürokratischer Schlamperei die Wahl des künftigen Bundespräsidenten wiederholt werden. Im Mai erhielt der Kandidat einer Partei, die fundamentale europäische Werte in Frage stellt, fast die Hälfte der abgegebenen Stimmen. Besorgt blicken die Staaten Europas auf das österreichische Beispiel: Ist es Orbánisierung? Jörg Haiders Erbe? Oder nur ein besonderer Fall von Verkommenheit? Es ist, als spürte die krisengeschüttelte EU, dass Österreich wieder einmal die kleine Welt ist, in der die große ihre Probe hält. In seinem fulminanten Essay zeigt Armin Thurnher, was es mit der Europaverdrossenheit auf sich hat und was man der Rechten in der Politik entgegensetzen sollte.

Armin Thurnher, geboren 1949 in Bregenz. Mitbegründer, Miteigentümer und Chefredakteur der Wiener Stadtzeitung Falter. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Preis des österreichischen Buchhandels für Toleranz und Otto-Brenner Preis für seinen Einsatz für ein soziales Europa. Bei Zsolnay erschienen zuletzt der Roman "Der Übergänger" (2009) und "Republik ohne Würde" (2013). Im September 2016 erscheint bei Zsolnay der Essay "Ach, Österreich! Europäische Lektionen aus der Alpenrepublik".


Vergangene Termine