Klassik

Armida (halbszenisch)


HAYDN PHILHARMONIE
DIRIGENT
ALESSIO PIZZECH
REGIE

Orient gegen Okzident, Islam gegen Christentum, Sarazenen gegen Kreuzritter: Mitten im Krieg spielt sich die Geschichte einer fatalen Liebe ab, wie sie Torquato Tasso 1575 in seinem berühmten Verseops „Gerusalemme liberata“ erzählt hat. Die Zauberin Armida erhält den Auftrag, Rinaldo, den kühnsten Helden unter den europäischen Rittern, mit magischen Kräften unschädlich zu machen. Es gelingt ihr – doch sie verliebt sich in den Feind. „Man sagt, es seye bishero mein bestes Werk“, schrieb Joseph Haydn wenige Tage nach der Premiere 1784 über seine letzte für Eszterháza entstandene Opera seria stolz. Das Orchester prunkt darin nicht zuletzt mit phantasievollen Lautmalereien, die sängerische Bravour dient nicht dem Selbstzweck, sondern charakterisiert die Figuren – und um einen durchgehenden dramatischen Fluss zu erzeugen, lässt Haydn viele Nummern ohne Applaus ineinander übergehen.

​Unter der Leitung von Enrico Onofri setzt sich ein formidables junges Sängerensemble für dieses lang vergessene, faszinierende Werk ein.
Julian Prégardien musste seine Mitwirkung an „Armida“ aus persönlichen Gründen absagen. Wir danken Francisco Fernández-Rueda für die kurzfristige Übernahme des Parts.


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