Klassik

Arioso Quartett Wien


Dmitri Schostakowitsch
Streichquartett Nr. 3 F-Dur op. 73

„…dafür habe ich aber niemals eine Note geschrieben, die falsch klingt. Vielleicht rechtfertigt mich wenigstens dies.“ (Dmitri Schostakowitsch)

Neben der Symphonik steht das Streichquartett zentral im Oeuvre des Komponisten. Insgesamt fünfzehn Werke zeugen von der Bedeutung der Gattung, die sich Schostakowitsch allerdings erst verhältnismäßig spät erschlossen hat. Ergebnis eines kompositorisch wie inhaltlich hohen Anspruchs, verstehen sich seine Quartette als intime, persönliche und vor allem wahrhafte Kommentare eines mit sich Ringenden. Getragen von der Überzeugung, dass im Streichquartett „der Gedanke tief und die Idee rein“ sein muss, machte der Komponist seine Werke dieser Besetzung zum Medium individuellen Inhalts und Ausdrucks. In seinen Quartetten hat Schostakowitsch die „verfluchten Fragen des Lebens“ (Fjodor Michailowitsch Dostojewski) gleichsam zum Klingen gebracht, von der Absicht geleitet, „Millionen Menschen zu zeigen, was in der Seele eines einzelnen Menschen vor sich geht, und einem einzelnen Menschen aufzudecken, wovon die Seele der ganzen Menschheit erfüllt ist.“ In diesem Sinne hielt Schostakowitsch sein 1946 entstandenes 3. Streichquartett für eines seiner gelungensten Werke.

Arioso Quartett Wien

Martin Klimek, 1. Violine
Libor Meisl, 2. Violine
Wolfgang Prochaska, Viola
Benedikt Endelweber, Violoncello

Manfred Permoser, Moderation


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