Oper

Ariadne auf Naxos


Zum 150. Geburtstag von Richard Strauss

Richard Strauss (1864 – 1949), Sohn des Kammermusikers (Waldhornist) und späteren Musikprofessors Franz Joseph Strauss (1822 – 1905), war ein Wunderkind. Richard erhielt schon seit 1869 Musikunterricht, bereits 1880 begann er zu komponieren, 1881 wurde seine erste Komposition öffentlich aufgeführt. Nach dem Abitur 1882 studierte er von 1882 bis 1883 Philosophie, Ästhetik und Kulturgeschichte an der Universität München.

1885 wurde Strauss unter Bülow bereits Zweiter Kapellmeister am Hoftheater in Meiningen, dem er 1886 als Leiter der Kapelle folgte. Noch im selben Jahr ging er als Dritter Kapellmeister an die Hofoper in München. Als Kapellmeis-ter in München, Meiningen und Weimar galt er als einer der hervorragendsten Dirigenten seiner Zeit; er erwarb sich Kenntnisse, die ihn zu späteren künstlerischen Leitungsfunktionen an der Berliner Hofoper (1898 – 1918) und an der Wiener Staatsoper (1919 – 1924) befähigten.

Nach dem revolutionären Bühnenwerk „Salome“ – Text: Oscar Wilde – stellte die Zusammenarbeit mit Hugo von Hofmannsthal sein Opernschaffen auf eine neue Basis: Gemeinsame Bühnenwerke wie „Elektra“, „Der Rosenkavalier“, „Ariadne auf Naxos“ oder „Die Frau ohne Schatten“ sind bis heute unentbehrliche Bestandteile des Opernrepertoires. „Ariadne auf Naxos“ ist eine geistreiche Verbindung des Molièrschen Lustspiels „Der Bürger als Edelmann“ mit einer fingierten Oper im altitalienischen Stil.

Das Gemeinschaftswerk „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal entstand unmittelbar nach „Der Rosenkavalier“ als Kammeroper für ein 36-köpfiges Musikensemble als „Theater auf dem Theater“.

Im Hause eines reichen Wiener Bürgers des Rokokos werden zu einem Fest eine ernste Oper eines jungen Komponisten und ein lustiges Tanzensemble engagiert. Die Tafel währt länger als vorgesehen und deshalb soll die Oper „Ariadne auf Naxos“ einfach weggelassen werden. Der Komponist ist zutiefst gekränkt; Zerbinetta, die Tänzerin der Commedia-dell’arte-Gruppe, hat die absurde aber rettende Idee: man könnte die beiden Vorstellungen miteinander verquicken. Während Ariadne auf der wüsten, einsamen Insel den Schmerz ihres Verlassen-Seins besingt, wird Zerbinetta mit ihren Begleitern erscheinen und die Unglückliche mit Tänzen und Liedern aufzuheitern versuchen.

Landesbühnen Sachsen
Oper von Richard Strauss
Libretto von Hugo von Hofmannsthal

Einführung zum Opernabend
18.30 Uhr, Galerie Draublick


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