Vortrag

Architekturschwerpunkt - Gründe haben


Reflexionen, Gespräche und Begegnungen: Der Themenschwerpunkt Gründe haben. Architektur - Philosophie - Politik der Salzkammergut Festwochen Gmunden versteht sich als Plattform geistiger Auseinandersetzung im Themenfeld der Architektur.

„Die Architektur ist für sich genommen komplex genug. Damit nicht genug hat die Architektur auch eine Schnittstelle mit der Politik. Kein Wunder, denn in welcher Stadtlandschaft die Menschen sich bewegen, wie die Gebäude auf dem Lande aussehen, das alles will geregelt und organisiert sein. Solche Regelungen sind nicht unabhängig von politischen Konzepten.

Architekten müssen mit der Politik aushandeln, was realisiert wird. Die politischen Konzepte – in der repräsentativen Demokratie die Konzepte der politischen Parteien – betreffen die Architektur, sie gehen aber weit über alles Architektonische hinaus und beziehen sich im besten Fall auf das Wohl aller. Die Architektur ist in diesem Sinn ihrerseits „politisch“, hat sie doch damit zu tun, wie die Menschen leben, und das wiederum bringt die Philosophie mit ihrer alten Frage, wie denn zu leben sei, auf den Plan. Einiges davon kann die Philosophie mit der Architektur besprechen, wobei der Sprachgebrauch ein Entgegenkommen bringt: „Gründe haben“ ist der Stolz der Philosophie. Die Vorstellung vom „ausreichenden“ Grund für eine These verleiht der Philosophie wenigstens vorübergehend Stabilität. Gründe haben muss auch die Architektur, worauf sollte sie sonst bauen?“ (Franz Schuh)

Reflexionen, Gespräche und Begegnungen: Der Themenschwerpunkt Gründe haben. Architektur - Philosophie - Politik der Salzkammergut Festwochen Gmunden versteht sich als Plattform geistiger Auseinandersetzung im Themenfeld der Architektur: Aus den Blickwinkeln unterschiedlicher Disziplinen werden Fragestellungen zur Architektur behandelt. Architekten treffen auf Philosophen und Politiker.

Auf dem Programm stehen Impulsreferate und Gespräche mit Peter Riepl, Günter Kaindlstorfer, Dietmar Eberle, Michael Ludwig, Franz Schuh, Bettina Goetz, Rudolf Kohoutek, Kristina Schinegger, Lorenz Potocnik, Reinhard Kannonier, Heinz Plöderl, Knut Boeser u.v.a.. Das Symposion steht einem vielseitig interessierten Publikum offen.

16:00 Begrüßung Jutta Skokan und Peter Riepl
Prolog Günter Kaindlstorfer

16:30 Impuls
Dietmar Eberle
Von der Quantität zur Qualität

17:00 Impuls
Michael Ludwig
Soziale Wohnoffensive. Chance für Architektur?

17:30 Impuls
Franz Schuh
Gute Gründe für den Gemeindebau. Der Gemeindebau als Lebensform

Pause

19:00 Gespräch
Franz Schuh und Michael Ludwig

20:00 Impuls
Bettina Götz
Architektur braucht Inhalt

20:30 Impuls
Rudolf Kohoutek
Neue Häuser. Andere Räume.

21:00 Gespräch
Günter Kaindlstorfer, Michael Ludwig, Franz Schuh, Dietmar Eberle, Bettina Götz und Rudolf Kohoutek

Idee und Konzeption:
Jutta Skokan, Peter Riepl und Franz Schuh


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