Klassik

Apollon Musagète Quartett


Chefdirigent Gérard Korsten bittet diesmal nicht nur einen oder eine, sondern gleich vier Solisten aufs Podium. Was für Primgeiger Pawel Zalejski nicht so ungewohnt ist, denn er ist 1. Konzertmeister des SOV.

Er musiziert mit drei Streicher-Kollegen aus seiner Heimat Polen im Quartett. 2008 gewann das junge Ensemble den ARD-Wettbewerb und ist seitdem im Namen des musischen Gottes, Apollon Musagète, weltweit erfolgreich unterwegs. Diesmal ist es der Partner des Orchesters.

John Adams, der faszinierende amerikanische Komponist, der Minimal Music, Jazzig-Rockiges und neue Romantik originell vereint, hat mit “Absolute Jest” 2012 die rare Gattung des Konzerts für Streichquartett und Orchester nachhaltig bereichert. “Die Hochzeit zwischen Quartett und Orchester ergibt ein Meisterstück”, befand Starkritiker David Littlejohn im “Wall Street Journal” nach der Uraufführung in San Francisco. Umrahmt wird das mitreißende Stück aus der “Neuen Welt” von Werken jenes Meisters aus Böhmen, der als Gast in den USA die größten Triumphe seines Lebens feierte. Zunächst erklingt eine seltene Kostbarkeit, Antonín Dvo?áks herrliche Symphonische Variationen über sein eigenes Chorlied “Ich bin ein Fiedler”, geradezu des Credo eines der wundersamsten Musikanten der Musikgeschichte. Die ewig junge “Symphonie aus der neuen Welt” steht am Ende des Konzerts. Wer will, kann dabei die grünen Wälder und Felder in Dvoáks idyllischem Sommerquartier in Spilville/Iowa vor sich sehen, wenn das Englischhorn im Largo zum schönsten Solo seiner Literatur ansetzt. Aller Anlehnung an Musik der Farbigen und Indigenen zum Trotz ist slawisches Gemüt und Temperament unüberhörbar, auch wenn der Eisenbahnfan Dvorák im Finale lustvoll eine Dampflok der “Union Pacific” losrollen lässt.

Apollon Musagète Quartett:
Pawel Zalejski, Violine Bartosz Zachod, Violine Piotr Szumie, Viola Piotr Skweres, Violoncello

Programm:
AntonÍn Dvorák: Symphonische Variationen op. 78
John Adams: “Absolute Jest” für Streichquartett und Orchester
AntonÍn Dvorák: Symphonie Nr. 9 e-moll “Aus der neuen Welt” op. 95


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