Pop / Rock · Metal

Apocalyptica


Die Hits der größten Heavy Metal-Band aller Zeiten als Kammermusik? Songs, die scheinbar ihre Kraft aus brachialer Lautstärke ziehen, von vier Cellisten instrumental interpretiert?

Als 1996 mit "Plays Metallica By Four Cellos" das Debütalbum von Apocalyptica erschien, hielt das jeder für eine Schnapsidee von vier verrückten Finnen. Es brauchte aber bloß ein paar Takte des Eröffnungsstücks "Enter Sandman", um an Leib und Lauschern zu spüren, dass dieses verwegene Konzept nicht nur voll aufgeht, sondern aus den Songmonolithen von Metallica neue, gänzlich unerwartete Qualitäten herausschält.

Nicht nur die gecoverten US-Superstars selbst zollten den Berserkern mit den Bögen ihren Respekt und luden Apocalyptica immer wieder für gemeinsame Projekte ein. Mit ihrem cellogetriebenen Rock erschuf das metallische Miniorchester aus dem hohen Norden außerdem selbst ein ganz neues Genre, das jede Menge Nachfolger fand: Symphonic Metal (oder Cello-Rock, wie die Band bevorzugt). Und: Apocalyptica legten damit nicht zuletzt den Grundstein für ihre eigene, bis dato anhaltend erfolgreiche Karriere, in der sie mehrere Millionen Tonträger absetzten und Konzerthallen rund um die Welt füllten.

Was auch immer für Stile Apocalyptica seither erforschten - von atmosphärischen Zwischenspielen bis zu schnellen, treibenden Rhythmen: die Musik von Apocalyptica war immer packend, dynamisch und voller Melodie. 20 Jahre und 8 Alben später sind die Mannen hoch erfreut zu sehen, dass ihr Debütalbum groß und alt genug geworden ist, um einen Trinken zu dürfen. Mit dieser Erkenntnis und der "20th Anniversary Edition" der legendären ersten Platte - komplett remastered, mit drei Bonustracks ("Nothing Else Matters", "Battery" und "Seek & Destroy") und erstmals seit vielen Jahren wieder auf Vinyl erhältlich - im Gepäck geht die Band nun auf große Jubiläumstour.


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