Theater

Antonius und Kleopatra


Wenn der mächtigste Mann der Welt die Politik vernachlässigt, dann beginnt man zu erahnen, welche Urkraft die Liebe entwickeln kann. Oder die Politik der Liebe. Woher kommt sie, jene geheimnisvolle Macht, die Frauen über Männer haben können?

Antonius herrscht gemeinsam mit dem jungen Caesar, dem späteren Augustus, über das römische Reich. Und Antonius Seele wird von Kleopatra beherrscht. Er ist dem magischen Zauber jener geheimnisvollen Frau verfallen. Dabei knirschen die Räderwerke der Politik. Die junge Generation, verkörpert von Caesar, drängt nach, will die Welt an sich reißen. Der Imperator müsste handeln. Stattdessen verstrickt er sich immer tiefer in das von Kleopatra um sein Herz gesponnene Netz, in dem er scheinbar hilflos zappelt.

Als sich Antonius entschließt, aus politischen Gründen auf Distanz zu seiner Geliebten zu gehen, setzt Kleopatra alle Hebel in Bewegung, um ihre Position zu verteidigen. Große Schlachten werden geschlagen werden müssen. Auf den Feldern des Krieges und den Kissen der Nacht. Denn die Welt wird von Kräften geleitet, die weit jenseits der Vernunft liegen. Und Shakespeares Meisterwerk gibt tiefe Einblicke in jene Abgründe unseres Seins. Frauen, Männer, Macht und Liebe. Der Mensch ist ein dramatisches Wesen.

Regie: Elmar Drexel
Bühne: Katrin Böge
Regieassistenz: Judith Knoll
Bühnenbau: Robert Simmerle
Technik: Gabriel Thurnher, Andreas Schwarz


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