Neue Klassik · Klassik

Antipoden


Tamás Varga Violoncello
Johannes Marian Klavier

Arnold SCHÖNBERG
Fünfzehn Gedichte aus »Das Buch der hängenden Gärten« von Stefan George op. 15
(Fassung für Violoncello und Klavier)
Fünf Klavierstücke op. 23

Claude DEBUSSY
Sonate für Violoncello und Klavier

Zoltán KODÁLY
Sonate für Violoncello Solo op. 8

Die drei Sätze von Debussys Sonate für Violoncello und Klavier sind in freien Formen gehalten, ihre poetischen Titel verweisen auf Außermusikalisches: Lyrik und Drama, Antike und Natur. Ihr Stil ist von Eleganz und poetischem Zauber geprägt, Eigenarten, die Debussy als Antipoden zur Tradition der deutschen Spätromantik betrachtete und als typisch französisch empfand. 1915, im Entstehungsjahr von Debussys Sonate, war Schönberg als musikalischer Innovator weithin bekannt. Bereits 1908/09, am Beginn seiner »atonalen« Phase, hatte er ausgewählte Gedichte von Stefan George vertont, die an diesem Abend in einer rein instrumentalen Fassung für Violoncello und Klavier erstmals zur Aufführung gelangen. Die Klavierstücke op. 23 vollendete Schönberg im Jahr 1923, in einer frühen Phase seiner bahnbrechenden Zwölftonmethode. Komplettiert wird der musikalische Abend von Kodálys 1915 entstandener solistischer Sonate für Violoncello, das mit seinen Anklängen an Debussy und Bartók zu den bedeutendsten Solowerken für Cello seit Johann Sebastian Bachs Cello-Suiten zählt.

Karten € 14

Liveübertragung im Webradio


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