Theater

Antigone


Bis heute geht eine ungebrochene Faszination von der Figur der Antigone aus, die sich ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben gegen das Gebot des Herrschers stellt, um ein Menschenrecht durchzusetzen

Tragödie von Sophokles. Übersetzung Alfred S. Kessler.
Antigone, Ismene, Eteokles und Polyneikes sind die Kinder des ehemaligen Königs von Theben, Ödipus. Eteokles und Polyneikes übernehmen von ihrem Vater die Herrschaft und wollen sie in jährlichem Wechsel ausüben. Als aber nach dem ersten Jahr Eteokles sich weigert, seinem Bruder den Thron für das nächste Jahr zu überlassen, stellt Polyneikes mit Hilfe des Königs der Stadt Argos ein Heer auf und zieht gegen seine Vaterstadt Theben, um seinen Herrschaftsanspruch geltend zu machen. In der Schlacht kommen beide Brüder um. Kreon, Thebens neuer Herrscher, ordnet an, dass Eteokles ehrenvoll beerdigt werden, Polyneikes aber vor den Toren der Stadt auf offenem Feld liegen soll, den Vögeln und Hunden zum Fraß. Hier setzt die Handlung ein. Denn Antigone kann das nicht zulassen, auch Polyneikes gebühre das Menschenrecht auf eine Bestattung. Dass jeder, der Kreons Befehl zuwiderhandelt, mit dem Tode bestraft wird, ist ihr egal. So vollzieht Kreon das Gesetz an ihr und löst damit eine Lawine des Unglücks aus.

Bis heute geht eine ungebrochene Faszination von der Figur der Antigone aus, die sich ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben gegen das Gebot des Herrschers stellt, um ein Menschenrecht durchzusetzen. Die Unerbittlichkeit, mit der Kreon das geltende Recht umsetzt, und die Wucht der menschlichen Katastrophen, die daraus folgen, erschüttern und berühren. Aber ob die gefühlte Wahrheit einer Antigone tatsächlich mehr Berechtigung hat als das für alle gültige Gesetz, ist eine bis heute nicht beantwortete Frage.

Regie
Mona Kraushaar
Bühne & Kostüme
Katrin Kersten
Musikalische Einstudierung
Hansjörg Sofka
Dramaturgie
Axel Gade


Antigone
Sara Nunius
Ismene
Hannah Candolini
Kreon
Jan Schreiber
Wächter
Johannes Gabl
Haimon
Thomas Michael Hospes
Teiesias
Raphael Kübler
Eurydike
Kristoffer Nowak
Bote
Kristoffer Nowak
Chor von Theben
Jan-Hinnerk Arnke, Michael Arnold, Stefan Riedl, Andreas Wobig
Chor (Standlieder)
Ensemble

Regieassistenz
Michaela Adrigan


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