Jazz

anothertrio – Jazz-Standards & Eigenkompositionen: Plank. Soyka, Sayer


Einen stilistisch feinen und auf den Punkt eloquenten Musiker wie ANDREAS PLANK im Programm zu haben, ist für jedes Konzert-Etablissement ein großes Kompliment: der Rote Salon der OESTIG LSG freut sich, ihn mit seiner Drei-Mann-Band "anothertrio" begrüßen zu dürfen. Sie spielt nicht nur Jazz-Eigenkompositionen von Schlagzeuger ULI SOYKA, Kontrabassist KARL SAYER und von Pianist ANDREAS PLANK, sondern auch PLANKs neu arrangierte Jazz-Standards, sprich die größten und schönsten Hits der Jazz-Geschichte.

Gespielt wird etwa "Someday My Prince Will Come", die Walt-Disney-Zeichentrickfilm-Weltnummer ("Schneewittchen und die sieben Zwerge", 1937) von FRANK CHURCHILL. Sie ist ursprünglich ein wienerisches Liebeslied im Dreivierteltakt mit Gesang. Jazz-Ikonen wie Dave Brubeck, Bill Evans, Miles Davis (mit John Coltrane), Herbie Hancock nahmen sich des Walzers an, aber auch Barbra Streisand, wodurch die Nummer an Esprit bei unterschiedlich emotionaler Gewichtung gewann. anothertrio verleiht der Romantik eine bestimmt-betonte, schnellere Note: Es ist eine jazz-philosophische, leichtfüßige Gedankenmusik, die sich selbst mindestens so liebt, wie ein Mädchen „seinen Prinzen“. Der Zuhörer kann in sein Inneres abdriften, und in das Innere der drei Musiker auf der Bühne, das bald in raffiniert-sportliche Duette zwischen Klavier und Bass, Schlagzeug und Klavier ausartet.
Extrem versunken – und den Swing im Blut gleich amerikanischer Jazz-Musiker – sind PLANK, SOYKA UND SAYER in "Lil´ Darlin´", eigentlich eine behäbige Count-Basie-Orchestra-Ursprungsnummer für Big Band von Trompeter NEAL HEFTI, die meist mit Sängerin und instrumental oft von Gitarristen interpretiert wird. anothertrio spielt das Lied in der Dreier-Instrumental-Interpretation dynamischer, sodass es einen spannenden Zug nehmen kann.

Die musikformal bezogenen, stimmungsbildhaften, lebensphilosophischen und –psychologischen Eigenkompositionen des anothertrio gehorchen ebenfalls den Regeln klassischer Jazz-Komposition und ihrer Genres. Die Titel ermöglichen einen griffigen Zugang, schlagen musikalisch aber überraschende Wendungen ein. PLANKs "Es ist wie´s ist" lässt sich etwa im Refrain aufgrund des textrhythmisch identen Titels in verschiedenen Sprachen mitsingen: „It is as it is“ oder „Es como es“. Die getragene Nummer mit fließender, ausufernder und zur Fülle anwachsende Gruppenmelodie beschreibt so die einzig mögliche Akzeptanz der Realität.

Weiterführende Info auf www.rotersalon.at
Eintritt: € 15,– € 10,– (Jugendliche, Studenten)
Reservierungen unter: [email protected]


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