Vortrag · Diverses

Annemarie Schweeger-Hefel - Gabriele Habinger


Der Vortrag beleuchtet den Beginn der wissenschaftlichen Karriere Schweeger-Hefels an der Universität Wien und dessen Rahmenbedingungen. Insbesondere wird der Frage nachgegangen, warum ihr Hermann Baumann, der von den Nationalsozialisten als Institutsvorstand eingesetzt worden war, eine Stelle anbot, obwohl ihre Gegnerschaft zum NS-Regimes bekannt war, und warum er sie schließlich doch entließ und verfolgte.

Annemarie Schweeger-Hefel, wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Völkerkunde der Universität Wien während der NS-Zeit. Vortrag von Gabriele Habinger.

Annemarie Schweeger-Hefel (1916–1991) erhielt als erste Absolventin am Institut für Völkerkunde der Universität Wien (heute Kultur- und Sozialanthropologie) kurz nach ihrem Studienabschluss im Jahr 1941 eine wissenschaftliche Anstellung, wenn auch in untergeordneter Position. Dieses Beschäftigungsverhältnis dauerte jedoch nur kurz und wurde von den politischen Geschehnissen während des „Dritten Reiches“ geprägt und überschattet. Nach Kriegsende gelang ihr eine beachtliche Karriere am Wiener Museum für Völkerkunde, dem heutigen Weltmuseum Wien, wo sie unter der Leitung von Etta Becker-Donner schließlich als erste selbstständige Afrika-Kustodin eingesetzt wurde.

Der Vortrag beleuchtet den Beginn der wissenschaftlichen Karriere Schweeger-Hefels an der Universität Wien und dessen Rahmenbedingungen. Insbesondere wird der Frage nachgegangen, warum ihr Hermann Baumann, der von den Nationalsozialisten als Institutsvorstand eingesetzt worden war, eine Stelle anbot, obwohl ihre Gegnerschaft zum NS-Regimes bekannt war, und warum er sie schließlich doch entließ und verfolgte.
Gabriele Habinger ist Lektorin am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien, einer ihrer Forschungsschwerpunkte sind österreichische Forschungsreisende und Wissenschaftlerinnen, unter anderem die Absolventinnen der Völkerkunde an der Universität Wien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis in die 1960er Jahre.

Der Verein der Weltmuseum Wien Friends bietet allen an den Inhalten des Weltmuseums Wien Interessierten eine Vielzahl von weiterführenden Veranstaltungen, wie Objektbesprechungen, spezielle Führungen, Exkursionen sowie Film- und Fotovorträge.

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