Pop / Rock

Anna von Hausswollf + LSD and the Search for God


Anna von Hausswolff:
2013 war "Ceremony" ein dunkel glänzendes Meisterwerk sakraler Orgelklänge, über denen das helle, beinahe feenhaft-kraftvolle Timbre der Schwedin thronte. Anna Von Hausswolff schnitzt ihre Klänge aus Kirchenorgeln und Pfeifenthronen aus dem Gebein archaischer Schönheit.
Anna unternahm für ihr neues Album “The Miraculous” eine Reise in den Norden, um die kolossale Acusticum Pipe Organ im ca. 100 km südlich des Polarkreises gelegenen Pitea zu spielen. 9000 Pfeifen hat diese Risenorgel, eingebaut in sie wurden ein Glockenspiel, ein Vibraphon, verschiedene Percussionmöglichkeiten und eine Sektion der Pfeiffen befindet sich sogar in einem Wasserbad. So wesentlich das Orgelspiel für Anna´s Stil ist, die Orgel schiebt sich nicht immer so prominent in den Vordergrund auf diesem Album mit surrealer Epik in mollhaften Drones und bebenden Klanglandschaften. Dunkel mäandert ihre schwebende Stimme, intensiv und nah wirkt die komplexe Atmosphäre, wenn pochendes Schlagzeuggrollen, Bassvibrationen, hypnotisch wogende Drones und psychedelische und progressive Gitarrenriffs hart nachhallen.
War der Vorgänger auch von lichten Pop-affinen Kronleuchtern durchzogen, fällt das Drama hier weitgefasster und unablässiger aus, bestimmt von einem Heraufbeschwören der Melancholie H.C. Andersens’ Märchen.

Und:
LSD and the search for god


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