Klassik

Anna Prohaska - Sopran & Eric Schneider - Klavier


Programm:

Volkslied - Es geht ein' dunkle Wolk' herein

Ludwig v. Beethoven - Nr. 1 „Die Trommel gerühret“ aus Egmont op. 84

Hanns Eisler - Nr. 4 „Kriegslied eines Kindes“ aus Zeitungsausschnitte op. 11

Hugo Wolf - Nr. 5 „Der Tambour“ aus Mörike-Lieder

Hugo Wolf - Nr. 6 „Der Soldat II“ aus Eichendorff-Lieder

Sergej Rachmaninow - Nr. 4 „Poljubila ya na pechal' svoju“ (Die Frau des Soldaten) aus Sechs Romanzen op. 8

Colonel Thomas Traill - My Luve's in Germanie

Charles Ives - „In Flanders Fields“ S. 277 aus Three Songs of the War

Charles Ives - „1, 2, 3!“ S. 321 aus Three Songs of the War

Charles Ives - „Tom Sails Away“ S. 378 aus Three Songs of the War

Hanns Eisler - Nr. 12 „Panzerschlacht“ aus Hollywooder Liederbuch (1942-1947)

Hanns Eisler - Nr. 20 „Die letzte Elegie“ aus Hollywooder Liederbuch (1942-1947)

Hanns Eisler - Nr. 27 „Heimkehr“ aus Hollywooder Liederbuch (1942-1947)

Michael Cavendish - Wand'ring in this place

Franz Schubert - „Kriegers Ahnung“ aus Schwanengesang D 957

Franz Schubert - Ellens Gesang I D 837

Wolfgang Rihm - „Untergang“ aus Gesänge op. 1

Franz Liszt - Jeanne d'Arc au bucher S. 293

Robert Schumann - Die beiden Grenadiere op. 49 Nr. 1

Francis Poulenc - „Le retour du sergeant“ aus Chansons villageoises

Roger Quilter - Nr. 1 „Fear no More the Heat o' the Sun“ aus Five Shakespeare Songs op. 23

Robert Schumann - Nr. 3 „Der Soldat“ aus Fünf Lieder op. 40

Gustav Mahler - „Wo die schönen Trompeten blasen“ aus Des Knaben Wunderhorn

Kurt Weill - Nr. 1 „Beat, beat, drums“ aus Four Walt Whitman Songs (1942/47)

Kurt Weill - Nr. 4 „Dirge for two Veterans“ aus Four Walt Whitman Songs (1942/47)

Anna Prohaska studierte an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin bei Norma Sharp, Brenda Mitchell und Wolfram Rieger. Mit 17 Jahren gab sie ihr Debüt an der Komischen Oper, mit 23 Jahren war sie erstmalig an der Staatsoper Unter den Linden zu hören, wo sie heute festes Ensemblemitglied ist und mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Simon Rattle, Philippe Jordan, Ingo Metzmacher und René Jacobs zusammenarbeitet.
Neben dem Standardrepertoire befasst Anna Prohaska sich mit zeitgenössischer Musik. So sang sie an der Bayerischen Staatsoper Inanna in Jörg Widmanns Auftragswerk Babylon; zudem widmete Wolfgang Rihm ihr sein Werk Mnemosyne, das mit dem Leipziger Gewandhausorchester uraufgeführt wurde. Außerdem beherrscht sie das Genre Alte Musik und steht regelmäßig mit Nikolaus Harnoncourt, der Academy of Ancient Music und der Akademie für Alte Musik Berlin auf der Bühne. Im Konzertbereich war sie mit den Wiener Philharmoniker (Boulez), den Berliner Philharmoniker (Rattle und Abbado), dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (Jansons, Harding, Labadie und Gilbert), dem Lucerne Festival Orchestra und dem Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela (Abbado), Los Angeles Philharmonic (Dudamel) and the Boston Symphony (von Dohnányi) zu hören. Liederabende führten sie in die großen Musikzentren Europas, wo sie u. a. mit den Pianisten Eric Scheider, Maurizio Pollini, Andras Schiff und Daniel Barenboim auftrat.
Bei den Salzburger Festspielen, wo sie 2008 debütierte, verkörperte Anna Prohaska u. a. Zerlina (Don Giovanni), eine Partie, die sie auch an der Mailänder Scala und dem Bolschoi in Moskau sang, und Despina (Così fan tutte); ferner trat sie gemeinsam mit dem Cleveland Orchestra und den Wiener Philharmonikern auf.
Ihre Discographie umfasst Pergolesis Stabat Mater mit Bernarda Fink und zwei DVD-Aufnahmen, darunter Bergs Lulu-Suite mit dem Simon Bolivar Youth Orchestra of Venezuela unter Claudio Abbado, sowie Mozarts Requiem mit dem Lucerne Festival Orchestra. 2011 erschien ihre erste Studio-Aufnahme Sirène. Mit ihrem zweiten Album The Enchanted Forest war sie auf Tournee in London, Wien, Frankfurt, Berlin, Essen und München. Anna Prohaska erhielt einen Echo Klassik, den Daphne-Preis und 2010 den Schneider-Schott-Musikpreis.

Aus dem Bergischen Land stammend, studierte Eric Schneider Klavier und Mathematik. Schon im Alter von 22 Jahren bestand er an der Musikhochschule Köln die künstlerische Reifeprüfung mit Auszeichnung. Nach ersten Wettbewerbspreisen und Klavierabenden entschied er sich für ein Aufbaustudium in Liedgestaltung bei Hartmut Höll. Wegweisende Impulse für seine Laufbahn erhielt er von Pianisten wie Bruno Leonardo Gelber, Paul Badura-Skoda und Alfred Brendel sowie von Elisabeth Schwarzkopf und Dietrich Fischer-Dieskau. In den 90er Jahren studierte Eric Schneider bei Rolf Reuter in Berlin Dirigieren.
Mit Sängern wie Matthias Goerne, Christine Schäfer und Christiane Oelze verbindet Eric Schneider seit Jahren eine intensive Zusammenarbeit. Liederabende sorgen in den Konzertsälen Europas, Amerikas und Asiens für musikalische Höhepunkte. Bei bedeutenden Festivals wie der Schubertiade Schwarzenberg, den Salzburger Festspielen oder dem Tanglewood Summer Music Festival ist Eric Schneider oft zu Gast. Neben hoch gelobten Aufnahmen mit Christiane Oelze (u. a. sämtliche Lieder Anton Weberns) und Hans-Peter Blochwitz erschienen 2006 Franz Schuberts Winterreise, 2007 Apparition (Gesänge von Henry Purcell und George Crumb) jeweils mit Christine Schäfer, sowie 2009 An mein Herz, Lieder von Franz Schubert in einer Aufnahme mit Matthias Goerne. Zuletzt erschien bei der DGG Sirènes, zusammen mit Anna Prohaska. Seit einiger Zeit wendet sich Eric Schneider wieder solistischen Auftritten zu. Letzlich gab er erfolgreiche Recitals im Festspielhaus Baden-Baden, beim Kissinger Sommer und beim Klavierfestival Ruhr. Seine aktuelle Solo-CD enthält Werke von Leoš Janáček, Ludwig van Beethoven und Robert Schumann. Seit 2009 unterrichtet er Lied an der UdK Berlin.


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