Kunstausstellung

Anna Jermolaewa


Die in Wien lebende Künstlerin Anna Jermolaewa (* 1970) analysiert stereotype Rollenbilder in regulativen Hierarchien und totalitären Machtapparaten.

Anna Jermolaewa errichtet das MONUMENT TO A DESTROYED MONUMENT, einem zerstörten Denkmal ein Denkmal, in dem sich Tragik mit Komik verbindet. Konkret lässt sie Podest und verbliebene Reste des Dargestellten, also jene Teile, die nach dem Denkmalsturz bestehen bleiben, neu in Beton gießen. Damit wird die Absurdität imaginärer Machtüberhöhung, die nach wie vor bestehen bleibt ebenso erfahrbar, wie deren Intention trotz aller Gräuel totalitärer Regimes mit Witz untergraben wird. Unmittelbar vor dem Institut für Geschichte an der Karl Franzens Universität Graz aufgestellt verbindet sich in dieser Arbeit politische Kritik mit der Freilegung historischer Strukturen und menschlicher Grundmuster, die im Fehlen der dargestellten Hauptperson nicht nur als Gesellschaftsanalyse überall Gültigkeit hat, sondern auch Fragen nach Sockel und Kunstwerk, nach der Aura eines Ortes sowie der Produktionsstätte und der Bedeutung von Kunstwerken stellt


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