Diverses · Literatur

Anja Röhl - Die Frau meines Vaters. Erinnerungen an Ulrike Meinhof


Anja Röhl ist mit Ulrike Meinhof seit ihrem vierten Lebensjahr bekannt, wo sie sie als neue Frau des Vaters als einen besonders feinfühligen Menschen erlebt und lieb gewinnt. Sie hat in einem sehr persönlichen Roman ihre Kindheit im Adenauerdeutschland beschrieben, in der sie einsam war, umgeben von Erwachsenen, die in Kindern keine vollwertigen Menschen sahen. Unter diesem Aspekt beschreibt sie ihre Begegnungen mit der neuen Frau des Vaters, der späteren Mutter ihrer sieben Jahre jüngeren Schwestern, der kritischen Journalistin der frühen Bundesrepublik, die sich für Heimkinder einsetzt, sowie der Sympathisantin des 68er-Protestes als eine Schlüsselperson ihres Lebens. Anja Röhl selbst gelingt es, sich aus unterdrückenden Verhältnissen langsam zu befreien. Ein Coming-of-age-Roman mit viel Zeitgeschichte.

68-er Jugendliche, mit zwölf Jahren durch den Polizistenmord an Benno Ohnesorg politisiert, dann Krankenschwester, kritische Gewerkschafterin, Umweltaktivistin; Germanistik-, Sonderpädagogik-, und Kunststudium, Dozentin in der Erwachsenenbildung; heute freie Autorin (www.anjaroehl.de) & freie Künstlerin (www.kunsthausLisa.de).


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