Tanz · Theater

Andreas Spechtl/ Thomas Köck - Ghost Dance


Andreas Spechtl, Sänger der Gruppe ‚Ja, Panik’, und der Theaterautor Thomas Köck, zuletzt ausgezeichnet mit dem Mühlheimer Dramatikerpreis, entwickeln ein hauntologisches Live Sampling, eine Beschwörung der Geister des 20. Jahrhunderts: What’s left? Und liegt in den Hoffnungen des Gestern der Code für ein neues Morgen? Ausgehend u.a. von Mark Fishers Hauntology-Konzept, Bertolt Brechts Fragment eines Salzburger Totentanzes (1948) und nicht zuletzt der Entstehungsgeschichte der ARGEkultur als Teil einer politischen Bewegung der 19070er und 80er Jahre entsteht ein Parcours aus Stimmen, Texten, Gesängen und Aufzeichnungen, irgendwo zwischen spätnächtlicher Séance und tanzbarem Clubsound.

GHOST DANCE entstand 2017 am Theater Basel für den KLUB ROTER OKTOBER. Das Format war bislang am Theater Rampe Stuttgart und beim ImPulsTanz Wien zu sehen und wird konstant weiterentwickelt.

Andreas Spechtl, geboren 1984 in Oberpullendorf, ist Sänger, Songwriter und Gitarrist der Gruppe ‚Ja, Panik’, mit der er seit 2007 fünf Alben veröffentlicht hat. Seit 2015 ist er auch als Solomusiker aktiv, zuletzt THINKING ABOUT TOMORROW, AND HOW TO BUILD IT (Bureau B, 2017). 2016 erschien zudem die im Kollektiv geschriebene Autobiographie der Gruppe ‚Ja, Panik’ FUTUR II (Verbrecher Verlag). Andreas Spechtl lebt in Berlin.

Thomas Köck, geboren 1986 in Steyr, studierte Philosophie in Wien sowie Szenisches Schreiben und Film an der Universität der Künste Berlin. Er arbeitete beim theaterkombinat Wien, war mit einem Dokumentarfilmprojekt über Beirut zur Berlinale Talents eingeladen, war Hausautor am Nationaltheater Mannheim und bloggt mit Kolleg*innen auf www.nazisundgoldmund.net gegen rechts. Für seine Theatertext – u.a. die Klimatrilogie PARADIES FLUTEN, PARADIES HUNGERN und PARADIES SPIELEN oder DIE ZUKUNFT REICHT UNS NICHT (KLAGT, KINDER, KLAGT!) – wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kleist-Förderpreis (2016), dem Dramatikerpreis der österreichischen Theaterallianz (2016) und mit dem Mühlheimer Dramatikerpreis (2018). Köck arbeitet als Autor, Theatermacher und Musiker.


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