Klassik

Andreas Grau & Götz Schumacher - Klavier


Der Kongress tanzt: Die Ambivalenz eines ganzen Zeitalters tönt zu vier Händen aus dem Klavier bei Schuberts und Beethovens Tänzen und mehr: wunderschön und traurig zugleich.

Nicht nur dem alternden Beethoven verging das Lachen angesichts des Wiener Kongresses. Auch die jungen Wiener Liberalen mussten hilflos mitansehen, wie die Hoffnungen ihrer Generation zerstört wurden, als sich die Mächtigen in Wiens Redoutensälen vergnügten, während sie hinter den Kulissen die Tyrannei in Europa auf Jahrzehnte festzurrten. Schubert hat diesem Widerspruch einige seiner schönsten und traurigsten Werke für Klavier zu vier Händen gewidmet. Auch Beethoven schrieb anfangs prachtvolle Märsche für die Mächtigen, um Jahre später ihren Untergang im Taumel der „Großen Fuge“ zu prophezeien.

Hörfunkübertragung: Dienstag, 14. Juli, 10.05 Uhr, Ö1
Ausstellung "Schubert in Währing" im Bezirksmuseum 18

Programm:

Schubert: Trois Marches Militaires, op. 51, D 733
Aus: Sechs Polonaisen, op. 61, D 824

Fantasie in f, op. 103, D 940
Beethoven: Drei Märsche in C, Es und D, op. 45
Fuge für Klavier zu vier Händen in B, op. 134


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