Kunstausstellung

Andrea Maurer - Gesprächsgegenstände


Einer der vielen versteckten Räume im Gebäude der SZENE Salzburg wird zu einem Besprechungszimmer im wortwörtlichen und gegenständlichen Sinn: Das Zimmer spricht. Schon beim Eintreten wird der Besucher von der Tür in ein Gespräch verwickelt, das mehrere Fragen in den Raum wirft.

Regelrecht in das Innere der Besprechung katapultiert, findet sich der Besucher inmitten alltäglicher Gegenstände wieder, die auf ihre dinghafte Art zur Sprache kommen. Die Objekte verwerfen ihre Bedeutungen und ihren Zweck, stellen ihre handfeste Existenz infrage und setzen sich über eindeutige Antworten hinweg: Da bleibt den Besuchern nichts anderes übrig, als selbst Erklärungen zu finden. Denn so oder so: Ein rauchender Tisch spricht für sich selbst, wohingegen eine Topfpflanze auf Berührung anspricht. Holzlatten singen lieber.

In ihrer Installation Gesprächsgegenstände (tgl. 19 bis 22 Uhr) präpariert Maurer in einer unkonventionellen Mischung aus analogen und digitalen Verfahren ein Ensemble von Gegenständen. Dabei unternimmt sie den Versuch, die Zusammenhänge von Objekt und Bedeutung, von Erscheinung und Funktion zu erkunden, um die Beziehung zwischen Wort und Gegenstand auf den Kopf zu stellen.

…, und könnte auch mein verstehen
mich absetzen wie hinter einem ding von
wort, wo die sprache dasselbe sagt, aber
nichts mehr dasselbe ist, …
Reinhard Priessnitz, texte aus dem nachlass

Die Projekte von Andrea Maurer , Protagonistin im apap-Netzwerk, sind zwischen Performance, Installation, Film und Arbeiten auf Papier angesiedelt. Für die Sommerszene entwickelt sie die Installation Gesprächsgegenstände, deren Konzept vom Land Salzburg mit dem Medienkunstpreis 2013 prämiert wurde.

www.studio-5.at


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