Theater

Andorra


„Andorra ist der Name für ein Modell“, schreibt Frisch – ein Modell der tödlichen Bedrohung durch das Vorurteil.

Max Frisch
Andorra spielt in einer nicht näher bestimmten Zeit in einem fiktiven Land, das an einen judenfeindlichen Staat grenzt. Ins Zentrum rückt Max Frisch den jungen Mann Andri. Dieser ist das uneheliche Kind des andorranischen Lehrers Can und der „Señora“ aus dem Nachbarland – dem Land der „Schwarzen“, von dem sich die Andorraner bedroht fühlen. Seine wahre Herkunft ist aber weder Andri noch den anderen bekannt. Sein Vater gab ihn als jüdisches Kind aus, das er aus dem Land der „Schwarzen“ vor dem sicheren Tod gerettet habe. Die Andorraner sehen deshalb in Andri den Juden, von dessen Art und Verhalten sie feste Vorstellungen haben, die sie nicht verändern wollen.

Die Macht der Vorurteile zwingt Andri, die „jüdischen Verhaltensweisen“ anzunehmen. Sein angebliches Judesein sieht er bestätigt, als ihm die Heirat mit Barblin verwehrt wird. So nimmt er seine neue Identität an und rückt von ihr auch nicht ab, als er von seiner Mutter, der Señora, die Wahrheit erfährt. Als sie getötet wird und deshalb die „Schwarzen“ einrücken, geben die Andorraner Andri die Schuld an ihrem Tod. Er wird als Jude gebrandmarkt und geht in den Tod, sein Vater erhängt sich und Barblin wird wahnsinnig.

Inszenierung
Stephanie Mohr
Bühne
Florian Parbs
Kostüme
Nini von Selzam
Dramaturgie
Andreas Erdmann

Die Mutter
Katharina Hofmann
Die Senora
Gunda Schanderer
Barblin
Theresa Palfi
Andri
Clemens Berndorff
Der Tischler
Klaus Müller-Beck
Der Geselle
Jan Nikolaus Cerha
Der Pater
Horst Heiss
Der Doktor
Sebastian Hufschmidt
Der Jemand
Sven Mattke
Der Lehrer
Christian Higer
Der Soldat
Markus Pendzialek
Der Idiot
Julian Sigl
Der Wirt
Lutz Zeidler


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